faltr - hol mich hier raus http://faltr.soup.io/ [faltr] “Das klingt schon naiv!“ {"tags":["Uncategorized","downloads","musik","\u00f6sterreich","piraten","politik","urheberrecht","wahl","wirtschaft"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://brodnig.org/2012/05/08/das-klingt-schon-naiv/\"\u003E\u201cDas klingt schon naiv!\u201c\u003C/a\u003E","source":"http://brodnig.org/2012/05/08/das-klingt-schon-naiv/","body":"\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EDie Musikerin \u003Ca href=\"http://claraluzia.com/\" title=\"clara luzia\"\u003EClara\u00a0Luzia\u003C/a\u003E\u00a0lebt davon, ihre Alben zu verkaufen. Der Pirat \u003Ca href=\"http://www.piratenpartei.at/\" title=\"pp\u00f6\"\u003EPatryk Kopaczynski \u003C/a\u003Ewill selbst den Preis\u00a0\u003C/strong\u003E\u003Cstrong\u003Ef\u00fcr Musik bestimmen. Ein Gespr\u00e4ch \u00fcber Verlustgesch\u00e4fte und den Preis der Gratiskultur im Internet\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://brodnig.org/wp-content/uploads/2012/05/quer-pirat-clara.jpg\"\u003E\u003Cimg title=\"quer-pirat-clara\" class=\"alignnone size-full wp-image-1776\" src=\"http://brodnig.org/wp-content/uploads/2012/05/quer-pirat-clara.jpg\" height=\"245\" alt=\"\" width=\"716\" /\u003E\u003C/a\u003E\u003Cbr /\u003E\n\u003Cstrong\u003E\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u00a0\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ESie ist eine der erfolgreichsten Musikerinnen \u00d6sterreichs,\u003C/strong\u003E und trotzdem kann Clara\u00a0Luzia\u00a0von ihrer Kunst nicht leben. Schuld ist in ihren Augen die Gratiskultur \u2013 eine Kultur, die die Piraten verteidigen. Patryk Kopaczynski ist einer von ihnen, sitzt im Bundesvorstand der Piratenpartei, die 2013 in den Nationalrat einziehen will. Doch welche Konzepte haben die Piraten? Wie realistisch sind ihre L\u00f6sungen f\u00fcr den Musikmarkt?\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EMusikerin und Pirat haben sich zusammengesetzt \u2013 und zwar im Substance, einem der letzten \u00fcberlebenden Plattengesch\u00e4fte Wiens. Inmitten von CDs und Vinyl diskutierten die zwei \u00fcber die Zukunft der Branche, \u00fcber das Entsetzen, wenn das eigene Lied geklaut wird, und den Wert, den Musik eigentlich haben sollte.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EFalter: Die Piratenpartei will, dass alle Musik gratis legal downloadbar ist. Herr Kopaczynski, wie soll sich das Musikgesch\u00e4ft dann noch rechnen?\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EPatryk Kopaczynski:\u003C/strong\u003E Das ist eine gute Frage. Uns geht es ja nur um das Recht auf die Privatkopie, um den privaten Gebrauch. Der private Benutzer soll nicht bestraft werden. Wenn ein 16-J\u00e4hriger oder ein 13-j\u00e4hriges Kind Musik herunterl\u00e4dt, wird es wie ein Krimineller behandelt. Das geht nicht. Deswegen sind wir f\u00fcr eine Reform des Urheberrechts.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EClara\u00a0Luzia:\u003C/strong\u003E F\u00fcr eine Reform des Urheberrechts bin ich auch. Nur wird st\u00e4ndig mit den armen Kindern argumentiert, die man nicht kriminalisieren darf. Erstens laden aber nicht nur die armen kleinen Kinder herunter, sondern auch potente Erwachsene. Zweitens stellt sich die Frage: Ist es so gescheit, schon Kinder dazu zu erziehen, dass sie alles gratis aus dem Netz kriegen k\u00f6nnen? Mir gef\u00e4llt diese Geschenk\u00f6konomie, diese Gratiskultur nicht. Wenn alles gratis zur Verf\u00fcgung stehen muss, wie sollen wir die Herstellung dieser Werke finanzieren?\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EKopaczynski:\u003C/strong\u003E So schlimm ist es auch wieder nicht. In der Piratenpartei gibt es auch viele K\u00fcnstler. Wir wollen nicht etwas geschenkt bekommen, sondern Alternativen finden. Zum Beispiel die Creative Commons. Bei dieser Lizenz kann jeder K\u00fcnstler selbst bestimmen, zu welchen Bedingungen er sein Werk weitergibt.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EBei den Creative Commons steht es den K\u00fcnstlern frei, ihre Musik herzuschenken. Nur, wovon sollen dann professionelle Musiker leben?\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EKopaczynski:\u003C/strong\u003E Jetzt wird immer so getan, als ginge es bei Musik nur ums Geldmachen. Das ist Bullshit. Mit Musik und Kunst beginnt man doch nicht f\u00fcrs Geld, sondern weil es einem Freude macht.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ELuzia:\u003C/strong\u003E Aber deswegen darf man ja trotzdem seine Investitionen zur\u00fcckkriegen.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ESie haben jetzt nicht die Frage beantwortet. Die lautete: Wo soll das Geld herkommen?\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003C/p\u003E\u003Cdiv class=\"simplePullQuote\"\u003E\u00a0Zum Beispiel \u00fcber Flattr. Die User hinterlassen dabei pro Klick freiwillig eine kleine Summe.\u003C/div\u003E\u003Cstrong\u003EKopaczynski:\u003C/strong\u003E Zum Beispiel \u00fcber Flattr. Das ist ein Onlinebezahldienst. Den kann man auf seiner Webseite installieren. Die User hinterlassen pro Klick freiwillig eine kleine Summe. Wir Piraten verwenden das, da kommt schon ein bisschen was zusammen, reich wird man halt nicht. Ich glaube, Selbstbestimmung ist wichtig. Der K\u00fcnstler und der Nutzer sollen entscheiden, wie viel etwas kostet. Jeder bewertet das anders.\u003Cp\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EWie jetzt? Soll der K\u00fcnstler oder der Konsument entscheiden?\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EKopaczynski:\u003C/strong\u003E Als Nutzer sage ich: Dieses Lied ist mir mehr wert als das andere. Letztlich entscheidet der Nutzer, wie viel er f\u00fcr Musik und Kunst ausgibt.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ELuzia:\u003C/strong\u003E Das ist aber ein gef\u00e4hrlicher Ansatz. Nat\u00fcrlich kann ich daraufhin sagen: Ich geh nur noch in ein m\u00f6glichst billiges Studio, aber das w\u00e4re ja totales Kulturdumping.\u003Cspan\u003E\u003C/span\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EKopaczynski:\u003C/strong\u003E Du produzierst deine Lieder gar nicht zu 100 Prozent selber?\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ELuzia:\u003C/strong\u003E Nein, ich miete ein Studio an. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnte ich\u2019s zuhause aufnehmen, das w\u00e4re sehr billig, aber es w\u00fcrde auch schei\u00dfe klingen. Darum geht\u2019s ja jetzt gar nicht. Ich m\u00f6chte auf die Metaebene kommen und habe ein paar Fragen an die Piraten.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EBitte.\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ELuzia:\u003C/strong\u003E Wie seht ihr das Internet? Ist das Internet so etwas wie eine bessere Welt, in der wir alles anders machen? Denn ich halte das f\u00fcr einen Trugschluss. Wir k\u00f6nnen uns selber schlie\u00dflich nicht abschaffen, auch im Internet sind wir nur Menschen.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EKopaczynski:\u003C/strong\u003E Ja, aber der Mensch wird im Internet anders wahrgenommen.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003C/p\u003E\u003Cdiv class=\"simplePullQuote\"\u003EWir m\u00fcssen st\u00e4ndig Kompromisse schlie\u00dfen, um zusammenleben zu k\u00f6nnen. Das ist im Internet gleich\u003C/div\u003E\u003Cstrong\u003ELuzia:\u003C/strong\u003E Das \u00e4ndert nichts am Grunddilemma, dem Spagat zwischen individueller Freiheit und den Bed\u00fcrfnissen der Gesellschaft. Wir m\u00fcssen st\u00e4ndig Kompromisse schlie\u00dfen, um zusammenleben zu k\u00f6nnen. Das ist im Internet gleich. Wenn die einen alles gratis wollen, m\u00fcssen es die anderen gratis hergeben. Nur wie viel individuelle Freiheit ist m\u00f6glich, damit die Gemeinschaft noch funktioniert? Ich hab auf eurer Webseite nichts dazu gefunden. Und wie steht ihr zum geistigen Eigentum? Ist dieser Begriff obsolet in der Parallelwelt Internet?\u003Cp\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EKopaczynski:\u003C/strong\u003E Einmal zur \u00f6sterreichischen Urheberrechtsdebatte. Uns geht\u2019s zum Beispiel um die Festplattenabgabe. Wenn man eine Festplatte ab einem Terabyte kauft, kommt ein Teil des Geldes ins K\u00f6rberl und wird an die K\u00fcnstler verteilt. Nur betrifft das auch Festplatten, auf denen gar keine Musik gespeichert wird. Die Menschen sollen angeben d\u00fcrfen, zu welchem Zweck sie die Festplatte kaufen und ob sie daf\u00fcr eine Abgabe an K\u00fcnstler zahlen.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ELuzia:\u003C/strong\u003E Nur, wer zahlt dann die Abgabe?\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EKopaczynski:\u003C/strong\u003E Nat\u00fcrlich ist das ein Risiko, aber wir glauben an das Gute im Menschen. Das mag jetzt vielleicht naiv klingen.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ELuzia:\u003C/strong\u003E Ja, das klingt schon naiv. Genau davon rede ich: Individuum versus Gesellschaft. Im Wohlfahrtsstaat zahlen wir zum Beispiel alle in die Krankenkassa ein, auch wenn manche von uns kaum jemals krank sind. Wir sagen, das ist okay. Genauso k\u00f6nnte man meinen: Die Kultur in diesem Land soll m\u00f6glichst divers sein und deswegen kosten Festplatten halt ein bisschen mehr. Ich w\u00fcrde die Festplattenabgabe als Solidarabgabe sehen.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EDie Piraten reden von Selbstbestimmung. Das Gegenargument lautet: Wenn ich im Supermarkt ein Packerl Milch kaufe, kann ich auch nicht selbst den Preis bestimmen.\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ELuzia:\u003C/strong\u003E Auf dieses Argument hin hei\u00dft es dann immer, dass Musik immateriell ist und man den K\u00fcnstlern nichts wegnimmt, wenn man ihre Lieder kopiert.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EStimmt das?\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ELuzia:\u003C/strong\u003E Also, ich hasse dieses Argument. Nat\u00fcrlich nimmst du mir nichts weg. W\u00e4re ja noch sch\u00f6ner, wenn du in mein Hirn eindringen und meine Lieder l\u00f6schen k\u00f6nntest. Aber der Vergleich hinkt. Nat\u00fcrlich h\u00e4tte nicht jeder Downloader meine CD gekauft, aber nehmen wir meine Platte \u201cThe Ground Below\u201c. Die landete im Netz, noch bevor das Album am Markt war, und wurde 10.000-mal downgeloadet. Als ich das sah, ist mir alles runtergefallen. Nat\u00fcrlich hab ich dadurch nicht 10.000 Albumverk\u00e4ufe in den Sand gesetzt, aber wenn\u2019s nur 100 waren, ist das schon ein Haufen f\u00fcr mich. Und so unrealistisch ist das nicht, dass von 10.000 Downloadern 100 das Album gekauft h\u00e4tten.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EKopaczynski:\u003C/strong\u003E Hast du dich gar nicht gefreut, dass du da weitervermittelt wirst?\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003C/p\u003E\u003Cdiv class=\"simplePullQuote\"\u003EIch finde das nicht okay, etwas zu nehmen, ohne etwas zu geben.\u003C/div\u003E\u003Cstrong\u003ELuzia:\u003C/strong\u003E Nein, denn ich sitze auf einem riesigen Berg Schulden. Nat\u00fcrlich ist das mein Problem, wenn ich bei der Produktion Schulden mache, aber mich \u00e4rgert das Grunds\u00e4tzliche: Ich hab monatelang daran gearbeitet, einen Haufen Geld investiert. Wenn die Leute mein Album nicht kaufen wollen, m\u00fcssen sie das eh nicht tun. Nur dann sollen sie es sich nicht \u00fcber andere Kan\u00e4le besorgen. Ich finde das nicht okay, etwas zu nehmen, ohne etwas zu geben.\u003Cp\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EKopaczynski:\u003C/strong\u003E Da h\u00e4tte es dir mehr gebracht, wenn du das Album selber ins Netz gestellt und bei jedem Klick ein paar Cent verdient h\u00e4ttest. So kann man meiner Meinung nach damit umgehen. Denn sobald etwas digitalisiert ist, muss man ohnehin damit rechnen, dass es kopiert wird.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EIst das nicht eine Erpressung des K\u00fcnstlers? Entweder du gibst es uns um ein paar Cent, oder wir nehmen es uns gratis?\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EKopaczynski:\u003C/strong\u003E Nein, Erpressung ist das nicht.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ELuzia:\u003C/strong\u003E Mich stresst der Gedanke. Da muss ich schneller als die anderen, mein Album ins Netz stellen, am besten noch, bevor es fertig ist. Und dann kann ich es nur zu Schleuderpreisen anbieten, damit ich wenigstens irgendwas kriege. Nach einem zukunftsf\u00e4higen Modell klingt das nicht.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EWie soll denn eine gerechte Bezahlung funktionieren, wenn jeder selbst \u00fcber den Preis bestimmt? Die Menschen zahlen lieber drei Cent als einen Euro.\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003C/p\u003E\u003Cdiv class=\"simplePullQuote\"\u003EIch w\u00fcrde sagen: Okay, da steckt viel Aufwand dahinter, da zahl ich zehn Euro.\u003C/div\u003E\u003Cstrong\u003EKopaczynski:\u003C/strong\u003E Der K\u00fcnstler k\u00f6nnte hinschreiben, wie viel Zeit er investiert hat und welchen Preis er empfiehlt. Das hat dann einen psychologischen Effekt. Vielleicht bin ich naiv, aber ich w\u00fcrde sagen: Okay, da steckt viel Aufwand dahinter, da zahl ich zehn Euro. Dann habe ich auch ein gutes Gewissen.\u003Cp\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ELuzia:\u003C/strong\u003E Stimmt, solche Leute gibt\u2019s wirklich, finde ich sch\u00f6n. Aber ich will mich nicht darauf verlassen m\u00fcssen. Beim Studio kann ich auch nicht sagen: Diesmal ist mir die Miete nur 30 Euro wert, weil die Vibes waren nicht so toll. Warum muss ich zahlen, was der Markt vorgibt, w\u00e4hrend die Nutzerinnen und Nutzer zahlen, was sie okay finden? Irgendwie kriege immer ich eine auf den Deckel.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ESie sind Trainer f\u00fcr Deutsch als Fremdsprache. F\u00e4nden Sie es okay, wenn Ihr Sch\u00fcler oder Ihr Arbeitgeber immer nur das zahlt, was er gerade f\u00fcr angemessen h\u00e4lt?\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EKopaczynski:\u003C/strong\u003E Damit w\u00e4re ich auch nicht zufrieden, aber ich finde, man darf die Leute trotzdem nicht kriminalisieren.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ELuzia:\u003C/strong\u003E Dieses Argument, man darf die Leute nicht kriminalisieren, geht zu meinen Lasten. Warum muss ich die Vern\u00fcnftige sein und meinen Content herschenken? Man k\u00f6nnte auch der 13-J\u00e4hrigen sagen: Mach\u2019s halt nicht!\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EKopaczynski:\u003C/strong\u003E Hast du denn nie etwas heruntergeladen?\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ELuzia:\u003C/strong\u003E Doch. Als Napster ganz neu war, habe ich mir einzelne Lieder heruntergeladen.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EWann war denn das? Napster ist doch schon seit Ewigkeiten tot.\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ELuzia:\u003C/strong\u003E 1997. Damals war das Internet so langsam, man konnte nur einzelne Lieder downloaden. Ich habe mir eine Nummer die ganze Nacht lang heruntergeladen und am n\u00e4chsten Tag das Album gekauft, wenn es mir gefallen hat. Dann habe ich bald selber Konzerte gespielt und gemerkt: Das ist doch nicht so fein, wenn sich die Leute alles gratis nehmen. Daraufhin habe ich aufgeh\u00f6rt. Ich glaube, das letzte Lied habe ich 1998 downgeloadet.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EHat Pepsi eigentlich schon bei Ihnen angeklopft und nach einem Werbevertrag gefragt?\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ELuzia:\u003C/strong\u003E Pepsi? Wieso? Nein.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EAuf der Webseite der Piratenpartei steht, dass viele K\u00fcnstler ihr Geld nicht direkt durch ihre Kunstwerke, sondern vielmehr durch Merchandising, Spenden oder Werbeeink\u00fcnfte verdienen. Zitat: \u201cBestes Beispiel hierf\u00fcr ist Britney Spears, die \u00fcber 100 Millionen Euro Gage f\u00fcr eine Pepsi-Werbekampagne erhielt.\u201c\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EKopaczynski:\u003C/strong\u003E Also ich finde diesen Vergleich zwischen Britney Spears und Clara\u00a0Luzia\u00a0falsch.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EAuf der Piraten-Webseite steht, dass es \u201cdas beste Beispiel\u201c ist.\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EKopaczynski:\u003C/strong\u003E Das muss ich richtigstellen: Dieses Dokument wurde noch vor meiner Zeit erstellt. Das ist nicht mehr aktuell.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EEs steht online auf Ihrer Seite unter dem Punkt Parteiprogramm.\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EKopaczynski:\u003C/strong\u003E Gut, das muss ich mir aufschreiben, damit das aktualisiert wird. (Anm. I.B.: Mittlerweile wurde die Passage aus dem Netz genommen, hier ist das Programm aber noch \u003Ca href=\"http://wiki.piratenpartei-sbg.at/images/f/fd/Parteiprogramm.pdf\" title=\"parteiprogramm - piraten - pdf\"\u003Eals PDF\u003C/a\u003E zu finden.)\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ELuzia:\u003C/strong\u003E Ich habe auch schon in Artikeln gelesen, dass man heute \u00fcber andere Kan\u00e4le gut verdient. Wer das behauptet, kennt nicht das ganze Bild. Zum Beispiel bei den Konzerten: Da haben die Gagen in \u00d6sterreich mittlerweile ein passables Niveau erreicht, aber wenn man im Ausland spielt, muss man froh sein, wenn unterm Strich \u00fcberhaupt etwas \u00fcbrigbleibt. Und zu den Werbevertr\u00e4gen: Wer kriegt denn die? Bei mir stellen sich die Firmen nicht an. Und will ich \u00fcberhaupt, dass meine Lieder eine Autowerbung untermalen?\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EK\u00f6nnen Sie von Ihrer Musik leben?\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ELuzia:\u003C/strong\u003E Nein, ich muss nebenbei arbeiten.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EDabei sind Sie eine der erfolgreichsten Musikerinnen \u00d6sterreichs. Muss man sich heutzutage abschminken, jemals von der Kunst zu leben?\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ELuzia:\u003C/strong\u003E Ja, alle Musiker arbeiten oder machen irgendetwas anderes nebenbei. Solange man nicht die Christl St\u00fcrmer ist und dauernd auf \u00d63 gespielt wird, kann man nicht davon leben. Ich selbst bin in der Apa, arbeite dort nebenbei in der Audio- und Videoproduktion. Da bin ich wenigstens nicht aufs Konzertspielen angewiesen und muss nicht jedem B\u00fchnenauftritt hinterherrennen. Diesen Stress m\u00f6chte ich gar nicht haben.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EIst das nicht traurig, dass sogar beliebte Musiker von ihrer Musik nicht leben k\u00f6nnen, dass es die Gesellschaft nicht genug wertsch\u00e4tzt?\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EKopaczynski:\u003C/strong\u003E Also ich sch\u00e4tze es schon wert. Aber zur\u00fcck zum Thema: An diesem Zustand sind doch nicht die Downloads schuld.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EWarum sind nicht die Downloads schuld?\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EKopaczynski:\u003C/strong\u003E Downloads sind auch Kulturvermittlung. Ich habe noch nirgendwo gelesen, dass ein K\u00fcnstler nachgewiesenerma\u00dfen an Downloads zugrunde ging.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ELuzia:\u003C/strong\u003E Das kann man auch schwer beweisen, wie eine Welt ohne Downloads w\u00e4re. Aber \u00fcberlegen wir nur, wie es vor dem Internet war: Da haben die K\u00fcnstler sehr wohl davon leben k\u00f6nnen. Ich denke, die Downloads sind ein Aspekt, generell geht es aber um die Gratismentalit\u00e4t. Wenn man gewohnt ist, dass einem st\u00e4ndig alles gratis nachgeworfen wird, sind auch drei Euro zu viel.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EViele Menschen kaufen gar keine Musik, sondern h\u00f6ren die Lieder einfach gratis \u00fcber Youtube an.\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003C/p\u003E\u003Cdiv class=\"simplePullQuote\"\u003EMir hat einer geschrieben: Er finde meine Musik total super, auf welchem Filesharingportal er mein Album downloaden k\u00f6nne.\u003C/div\u003E\u003Cstrong\u003ELuzia:\u003C/strong\u003E Ja, oder mir hat einer auch einmal geschrieben: Er finde meine Musik total super, auf welchem Filesharingportal er mein Album downloaden k\u00f6nne. Ich bem\u00fche mich echt, nett zu den Leuten zu sein, aber das war zu viel. Ich habe da gar nicht geantwortet, sonst w\u00e4re das sehr b\u00f6se ausgegangen.\u003Cp\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EKopaczynski:\u003C/strong\u003E Es gibt aber auch Menschen, die sich das Ganze nicht leisten k\u00f6nnen. F\u00fcr die sind auch 8,50 Euro f\u00fcr eine Platte zu viel. Nur wollen die trotzdem an der Gesellschaft teilhaben k\u00f6nnen.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ELuzia:\u003C/strong\u003E Das verstehe ich. Ich habe Phasen, wo ich total pleite bin. Da sind dann all meine Konten gesperrt, und selbst 8,50 Euro sind dann f\u00fcr mich viel Geld. Ich wei\u00df halt, es kommen wieder Phasen, da wird\u2019s besser. Hoffentlich. Nur dieser Mensch, der mir ein E-Mail schrieb, hat offensichtlich Internet. Da kann er sich eh einiges anh\u00f6ren, ich biete auch immer wieder \u003Ca href=\"http://claraluzia.com/music.html\" title=\"musik von clara luzia\"\u003ELieder gratis\u003C/a\u003E an. Das mag jetzt zynisch klingen, dass er sich etwas anderes anh\u00f6ren soll. Aber ich kann jetzt auch nicht f\u00fcr die Verteilungsungerechtigkeit der Welt b\u00fc\u00dfen. Das kann jetzt nicht die L\u00f6sung sein.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u00a0\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EZur Person:\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EClara\u00a0Luzia,\u003C/strong\u003E 33, hei\u00dft eigentlich Clara\u00a0Luzia\u00a0Maria Humpel. Sie wuchs in Oberretzbach (Nieder\u00f6sterreich) auf und \u00fcbersiedelte zum Studium der Politikwissenschaft nach Wien. 2006 erschien ihr Deb\u00fctalbum, \u201cRailroad Tracks\u201c, 2008 erhielt Clara\u00a0Luzia\u00a0den Amadeus Award als bester FM4-Act. Ihre Platten gibt sie auf ihrem eigenen Label \u003Ca href=\"http://www.asinellarecords.com/\" title=\"asinella\"\u003EAsinella\u003C/a\u003E heraus. Derzeit arbeitet sie an Album Nummer f\u00fcnf\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EPatryk Kopaczynski,\u003C/strong\u003E 27, ist seit 2010 bei der Piratenpartei aktiv. Der geb\u00fcrtige Wiener hat Multimediadesign und Germanistik studiert und arbeitet als Trainer f\u00fcr Deutsch als Fremdsprache. Die Piratenpartei will zur Nationalratswahl 2013 antreten, Kopaczynski geh\u00f6rt zum f\u00fcnfk\u00f6pfigen F\u00fchrungsteam, er wurde erst am 1. April erneut von den Piraten \u003Ca href=\"http://www.piratenpartei.at/index.php/mm/bmm/ergebnisse-der-bundesgeneralversammlung-2012/\" title=\"wahlergebnis - piraten\"\u003Ein den Bundesvorstand gew\u00e4hlt\u003C/a\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u00a0\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cem\u003EDieses Interview erschien in Falter 18/12. Foto: \u003Ca href=\"http://www.corn.at/\" title=\"corn\"\u003ECorn\u003C/a\u003E\u003C/em\u003E\u003C/p\u003E"} <p><strong>Die Musikerin <a href="http://claraluzia.com/" title="clara luzia">Clara Luzia</a> lebt davon, ihre Alben zu verkaufen. Der Pirat <a href="http://www.piratenpartei.at/" title="ppö">Patryk Kopaczynski </a>will selbst den Preis </strong><strong>für Musik bestimmen. Ein Gespräch über Verlustgeschäfte und den Preis der Gratiskultur im Internet</strong></p> <p><a href="http://brodnig.org/wp-content/uploads/2012/05/quer-pirat-clara.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1776" title="quer-pirat-clara" src="http://brodnig.org/wp-content/uploads/2012/05/quer-pirat-clara.jpg" height="245" alt="" width="716" /></a><br /> <strong></strong></p> <p> </p> <p><strong>Sie ist eine der erfolgreichsten Musikerinnen Österreichs,</strong> und trotzdem kann Clara Luzia von ihrer Kunst nicht leben. Schuld ist in ihren Augen die Gratiskultur – eine Kultur, die die Piraten verteidigen. Patryk Kopaczynski ist einer von ihnen, sitzt im Bundesvorstand der Piratenpartei, die 2013 in den Nationalrat einziehen will. Doch welche Konzepte haben die Piraten? Wie realistisch sind ihre Lösungen für den Musikmarkt?</p> <p>Musikerin und Pirat haben sich zusammengesetzt – und zwar im Substance, einem der letzten überlebenden Plattengeschäfte Wiens. Inmitten von CDs und Vinyl diskutierten die zwei über die Zukunft der Branche, über das Entsetzen, wenn das eigene Lied geklaut wird, und den Wert, den Musik eigentlich haben sollte.</p> <p><strong>Falter: Die Piratenpartei will, dass alle Musik gratis legal downloadbar ist. Herr Kopaczynski, wie soll sich das Musikgeschäft dann noch rechnen?</strong></p> <p><strong>Patryk Kopaczynski:</strong> Das ist eine gute Frage. Uns geht es ja nur um das Recht auf die Privatkopie, um den privaten Gebrauch. Der private Benutzer soll nicht bestraft werden. Wenn ein 16-Jähriger oder ein 13-jähriges Kind Musik herunterlädt, wird es wie ein Krimineller behandelt. Das geht nicht. Deswegen sind wir für eine Reform des Urheberrechts.</p> <p><strong>Clara Luzia:</strong> Für eine Reform des Urheberrechts bin ich auch. Nur wird ständig mit den armen Kindern argumentiert, die man nicht kriminalisieren darf. Erstens laden aber nicht nur die armen kleinen Kinder herunter, sondern auch potente Erwachsene. Zweitens stellt sich die Frage: Ist es so gescheit, schon Kinder dazu zu erziehen, dass sie alles gratis aus dem Netz kriegen können? Mir gefällt diese Geschenkökonomie, diese Gratiskultur nicht. Wenn alles gratis zur Verfügung stehen muss, wie sollen wir die Herstellung dieser Werke finanzieren?</p> <p><strong>Kopaczynski:</strong> So schlimm ist es auch wieder nicht. In der Piratenpartei gibt es auch viele Künstler. Wir wollen nicht etwas geschenkt bekommen, sondern Alternativen finden. Zum Beispiel die Creative Commons. Bei dieser Lizenz kann jeder Künstler selbst bestimmen, zu welchen Bedingungen er sein Werk weitergibt.</p> <p><strong>Bei den Creative Commons steht es den Künstlern frei, ihre Musik herzuschenken. Nur, wovon sollen dann professionelle Musiker leben?</strong></p> <p><strong>Kopaczynski:</strong> Jetzt wird immer so getan, als ginge es bei Musik nur ums Geldmachen. Das ist Bullshit. Mit Musik und Kunst beginnt man doch nicht fürs Geld, sondern weil es einem Freude macht.</p> <p><strong>Luzia:</strong> Aber deswegen darf man ja trotzdem seine Investitionen zurückkriegen.</p> <p><strong>Sie haben jetzt nicht die Frage beantwortet. Die lautete: Wo soll das Geld herkommen?</strong></p> <p></p><div class="simplePullQuote"> Zum Beispiel über Flattr. Die User hinterlassen dabei pro Klick freiwillig eine kleine Summe.</div><strong>Kopaczynski:</strong> Zum Beispiel über Flattr. Das ist ein Onlinebezahldienst. Den kann man auf seiner Webseite installieren. Die User hinterlassen pro Klick freiwillig eine kleine Summe. Wir Piraten verwenden das, da kommt schon ein bisschen was zusammen, reich wird man halt nicht. Ich glaube, Selbstbestimmung ist wichtig. Der Künstler und der Nutzer sollen entscheiden, wie viel etwas kostet. Jeder bewertet das anders.<p></p> <p><strong>Wie jetzt? Soll der Künstler oder der Konsument entscheiden?</strong></p> <p><strong>Kopaczynski:</strong> Als Nutzer sage ich: Dieses Lied ist mir mehr wert als das andere. Letztlich entscheidet der Nutzer, wie viel er für Musik und Kunst ausgibt.</p> <p><strong>Luzia:</strong> Das ist aber ein gefährlicher Ansatz. Natürlich kann ich daraufhin sagen: Ich geh nur noch in ein möglichst billiges Studio, aber das wäre ja totales Kulturdumping.<span></span></p> <p><strong>Kopaczynski:</strong> Du produzierst deine Lieder gar nicht zu 100 Prozent selber?</p> <p><strong>Luzia:</strong> Nein, ich miete ein Studio an. Natürlich könnte ich’s zuhause aufnehmen, das wäre sehr billig, aber es würde auch scheiße klingen. Darum geht’s ja jetzt gar nicht. Ich möchte auf die Metaebene kommen und habe ein paar Fragen an die Piraten.</p> <p><strong>Bitte.</strong></p> <p><strong>Luzia:</strong> Wie seht ihr das Internet? Ist das Internet so etwas wie eine bessere Welt, in der wir alles anders machen? Denn ich halte das für einen Trugschluss. Wir können uns selber schließlich nicht abschaffen, auch im Internet sind wir nur Menschen.</p> <p><strong>Kopaczynski:</strong> Ja, aber der Mensch wird im Internet anders wahrgenommen.</p> <p></p><div class="simplePullQuote">Wir müssen ständig Kompromisse schließen, um zusammenleben zu können. Das ist im Internet gleich</div><strong>Luzia:</strong> Das ändert nichts am Grunddilemma, dem Spagat zwischen individueller Freiheit und den Bedürfnissen der Gesellschaft. Wir müssen ständig Kompromisse schließen, um zusammenleben zu können. Das ist im Internet gleich. Wenn die einen alles gratis wollen, müssen es die anderen gratis hergeben. Nur wie viel individuelle Freiheit ist möglich, damit die Gemeinschaft noch funktioniert? Ich hab auf eurer Webseite nichts dazu gefunden. Und wie steht ihr zum geistigen Eigentum? Ist dieser Begriff obsolet in der Parallelwelt Internet?<p></p> <p><strong>Kopaczynski:</strong> Einmal zur österreichischen Urheberrechtsdebatte. Uns geht’s zum Beispiel um die Festplattenabgabe. Wenn man eine Festplatte ab einem Terabyte kauft, kommt ein Teil des Geldes ins Körberl und wird an die Künstler verteilt. Nur betrifft das auch Festplatten, auf denen gar keine Musik gespeichert wird. Die Menschen sollen angeben dürfen, zu welchem Zweck sie die Festplatte kaufen und ob sie dafür eine Abgabe an Künstler zahlen.</p> <p><strong>Luzia:</strong> Nur, wer zahlt dann die Abgabe?</p> <p><strong>Kopaczynski:</strong> Natürlich ist das ein Risiko, aber wir glauben an das Gute im Menschen. Das mag jetzt vielleicht naiv klingen.</p> <p><strong>Luzia:</strong> Ja, das klingt schon naiv. Genau davon rede ich: Individuum versus Gesellschaft. Im Wohlfahrtsstaat zahlen wir zum Beispiel alle in die Krankenkassa ein, auch wenn manche von uns kaum jemals krank sind. Wir sagen, das ist okay. Genauso könnte man meinen: Die Kultur in diesem Land soll möglichst divers sein und deswegen kosten Festplatten halt ein bisschen mehr. Ich würde die Festplattenabgabe als Solidarabgabe sehen.</p> <p><strong>Die Piraten reden von Selbstbestimmung. Das Gegenargument lautet: Wenn ich im Supermarkt ein Packerl Milch kaufe, kann ich auch nicht selbst den Preis bestimmen.</strong></p> <p><strong>Luzia:</strong> Auf dieses Argument hin heißt es dann immer, dass Musik immateriell ist und man den Künstlern nichts wegnimmt, wenn man ihre Lieder kopiert.</p> <p><strong>Stimmt das?</strong></p> <p><strong>Luzia:</strong> Also, ich hasse dieses Argument. Natürlich nimmst du mir nichts weg. Wäre ja noch schöner, wenn du in mein Hirn eindringen und meine Lieder löschen könntest. Aber der Vergleich hinkt. Natürlich hätte nicht jeder Downloader meine CD gekauft, aber nehmen wir meine Platte “The Ground Below“. Die landete im Netz, noch bevor das Album am Markt war, und wurde 10.000-mal downgeloadet. Als ich das sah, ist mir alles runtergefallen. Natürlich hab ich dadurch nicht 10.000 Albumverkäufe in den Sand gesetzt, aber wenn’s nur 100 waren, ist das schon ein Haufen für mich. Und so unrealistisch ist das nicht, dass von 10.000 Downloadern 100 das Album gekauft hätten.</p> <p><strong>Kopaczynski:</strong> Hast du dich gar nicht gefreut, dass du da weitervermittelt wirst?</p> <p></p><div class="simplePullQuote">Ich finde das nicht okay, etwas zu nehmen, ohne etwas zu geben.</div><strong>Luzia:</strong> Nein, denn ich sitze auf einem riesigen Berg Schulden. Natürlich ist das mein Problem, wenn ich bei der Produktion Schulden mache, aber mich ärgert das Grundsätzliche: Ich hab monatelang daran gearbeitet, einen Haufen Geld investiert. Wenn die Leute mein Album nicht kaufen wollen, müssen sie das eh nicht tun. Nur dann sollen sie es sich nicht über andere Kanäle besorgen. Ich finde das nicht okay, etwas zu nehmen, ohne etwas zu geben.<p></p> <p><strong>Kopaczynski:</strong> Da hätte es dir mehr gebracht, wenn du das Album selber ins Netz gestellt und bei jedem Klick ein paar Cent verdient hättest. So kann man meiner Meinung nach damit umgehen. Denn sobald etwas digitalisiert ist, muss man ohnehin damit rechnen, dass es kopiert wird.</p> <p><strong>Ist das nicht eine Erpressung des Künstlers? Entweder du gibst es uns um ein paar Cent, oder wir nehmen es uns gratis?</strong></p> <p><strong>Kopaczynski:</strong> Nein, Erpressung ist das nicht.</p> <p><strong>Luzia:</strong> Mich stresst der Gedanke. Da muss ich schneller als die anderen, mein Album ins Netz stellen, am besten noch, bevor es fertig ist. Und dann kann ich es nur zu Schleuderpreisen anbieten, damit ich wenigstens irgendwas kriege. Nach einem zukunftsfähigen Modell klingt das nicht.</p> <p><strong>Wie soll denn eine gerechte Bezahlung funktionieren, wenn jeder selbst über den Preis bestimmt? Die Menschen zahlen lieber drei Cent als einen Euro.</strong></p> <p></p><div class="simplePullQuote">Ich würde sagen: Okay, da steckt viel Aufwand dahinter, da zahl ich zehn Euro.</div><strong>Kopaczynski:</strong> Der Künstler könnte hinschreiben, wie viel Zeit er investiert hat und welchen Preis er empfiehlt. Das hat dann einen psychologischen Effekt. Vielleicht bin ich naiv, aber ich würde sagen: Okay, da steckt viel Aufwand dahinter, da zahl ich zehn Euro. Dann habe ich auch ein gutes Gewissen.<p></p> <p><strong>Luzia:</strong> Stimmt, solche Leute gibt’s wirklich, finde ich schön. Aber ich will mich nicht darauf verlassen müssen. Beim Studio kann ich auch nicht sagen: Diesmal ist mir die Miete nur 30 Euro wert, weil die Vibes waren nicht so toll. Warum muss ich zahlen, was der Markt vorgibt, während die Nutzerinnen und Nutzer zahlen, was sie okay finden? Irgendwie kriege immer ich eine auf den Deckel.</p> <p><strong>Sie sind Trainer für Deutsch als Fremdsprache. Fänden Sie es okay, wenn Ihr Schüler oder Ihr Arbeitgeber immer nur das zahlt, was er gerade für angemessen hält?</strong></p> <p><strong>Kopaczynski:</strong> Damit wäre ich auch nicht zufrieden, aber ich finde, man darf die Leute trotzdem nicht kriminalisieren.</p> <p><strong>Luzia:</strong> Dieses Argument, man darf die Leute nicht kriminalisieren, geht zu meinen Lasten. Warum muss ich die Vernünftige sein und meinen Content herschenken? Man könnte auch der 13-Jährigen sagen: Mach’s halt nicht!</p> <p><strong>Kopaczynski:</strong> Hast du denn nie etwas heruntergeladen?</p> <p><strong>Luzia:</strong> Doch. Als Napster ganz neu war, habe ich mir einzelne Lieder heruntergeladen.</p> <p><strong>Wann war denn das? Napster ist doch schon seit Ewigkeiten tot.</strong></p> <p><strong>Luzia:</strong> 1997. Damals war das Internet so langsam, man konnte nur einzelne Lieder downloaden. Ich habe mir eine Nummer die ganze Nacht lang heruntergeladen und am nächsten Tag das Album gekauft, wenn es mir gefallen hat. Dann habe ich bald selber Konzerte gespielt und gemerkt: Das ist doch nicht so fein, wenn sich die Leute alles gratis nehmen. Daraufhin habe ich aufgehört. Ich glaube, das letzte Lied habe ich 1998 downgeloadet.</p> <p><strong>Hat Pepsi eigentlich schon bei Ihnen angeklopft und nach einem Werbevertrag gefragt?</strong></p> <p><strong>Luzia:</strong> Pepsi? Wieso? Nein.</p> <p><strong>Auf der Webseite der Piratenpartei steht, dass viele Künstler ihr Geld nicht direkt durch ihre Kunstwerke, sondern vielmehr durch Merchandising, Spenden oder Werbeeinkünfte verdienen. Zitat: “Bestes Beispiel hierfür ist Britney Spears, die über 100 Millionen Euro Gage für eine Pepsi-Werbekampagne erhielt.“</strong></p> <p><strong>Kopaczynski:</strong> Also ich finde diesen Vergleich zwischen Britney Spears und Clara Luzia falsch.</p> <p><strong>Auf der Piraten-Webseite steht, dass es “das beste Beispiel“ ist.</strong></p> <p><strong>Kopaczynski:</strong> Das muss ich richtigstellen: Dieses Dokument wurde noch vor meiner Zeit erstellt. Das ist nicht mehr aktuell.</p> <p><strong>Es steht online auf Ihrer Seite unter dem Punkt Parteiprogramm.</strong></p> <p><strong>Kopaczynski:</strong> Gut, das muss ich mir aufschreiben, damit das aktualisiert wird. (Anm. I.B.: Mittlerweile wurde die Passage aus dem Netz genommen, hier ist das Programm aber noch <a href="http://wiki.piratenpartei-sbg.at/images/f/fd/Parteiprogramm.pdf" title="parteiprogramm - piraten - pdf">als PDF</a> zu finden.)</p> <p><strong>Luzia:</strong> Ich habe auch schon in Artikeln gelesen, dass man heute über andere Kanäle gut verdient. Wer das behauptet, kennt nicht das ganze Bild. Zum Beispiel bei den Konzerten: Da haben die Gagen in Österreich mittlerweile ein passables Niveau erreicht, aber wenn man im Ausland spielt, muss man froh sein, wenn unterm Strich überhaupt etwas übrigbleibt. Und zu den Werbeverträgen: Wer kriegt denn die? Bei mir stellen sich die Firmen nicht an. Und will ich überhaupt, dass meine Lieder eine Autowerbung untermalen?</p> <p><strong>Können Sie von Ihrer Musik leben?</strong></p> <p><strong>Luzia:</strong> Nein, ich muss nebenbei arbeiten.</p> <p><strong>Dabei sind Sie eine der erfolgreichsten Musikerinnen Österreichs. Muss man sich heutzutage abschminken, jemals von der Kunst zu leben?</strong></p> <p><strong>Luzia:</strong> Ja, alle Musiker arbeiten oder machen irgendetwas anderes nebenbei. Solange man nicht die Christl Stürmer ist und dauernd auf Ö3 gespielt wird, kann man nicht davon leben. Ich selbst bin in der Apa, arbeite dort nebenbei in der Audio- und Videoproduktion. Da bin ich wenigstens nicht aufs Konzertspielen angewiesen und muss nicht jedem Bühnenauftritt hinterherrennen. Diesen Stress möchte ich gar nicht haben.</p> <p><strong>Ist das nicht traurig, dass sogar beliebte Musiker von ihrer Musik nicht leben können, dass es die Gesellschaft nicht genug wertschätzt?</strong></p> <p><strong>Kopaczynski:</strong> Also ich schätze es schon wert. Aber zurück zum Thema: An diesem Zustand sind doch nicht die Downloads schuld.</p> <p><strong>Warum sind nicht die Downloads schuld?</strong></p> <p><strong>Kopaczynski:</strong> Downloads sind auch Kulturvermittlung. Ich habe noch nirgendwo gelesen, dass ein Künstler nachgewiesenermaßen an Downloads zugrunde ging.</p> <p><strong>Luzia:</strong> Das kann man auch schwer beweisen, wie eine Welt ohne Downloads wäre. Aber überlegen wir nur, wie es vor dem Internet war: Da haben die Künstler sehr wohl davon leben können. Ich denke, die Downloads sind ein Aspekt, generell geht es aber um die Gratismentalität. Wenn man gewohnt ist, dass einem ständig alles gratis nachgeworfen wird, sind auch drei Euro zu viel.</p> <p><strong>Viele Menschen kaufen gar keine Musik, sondern hören die Lieder einfach gratis über Youtube an.</strong></p> <p></p><div class="simplePullQuote">Mir hat einer geschrieben: Er finde meine Musik total super, auf welchem Filesharingportal er mein Album downloaden könne.</div><strong>Luzia:</strong> Ja, oder mir hat einer auch einmal geschrieben: Er finde meine Musik total super, auf welchem Filesharingportal er mein Album downloaden könne. Ich bemühe mich echt, nett zu den Leuten zu sein, aber das war zu viel. Ich habe da gar nicht geantwortet, sonst wäre das sehr böse ausgegangen.<p></p> <p><strong>Kopaczynski:</strong> Es gibt aber auch Menschen, die sich das Ganze nicht leisten können. Für die sind auch 8,50 Euro für eine Platte zu viel. Nur wollen die trotzdem an der Gesellschaft teilhaben können.</p> <p><strong>Luzia:</strong> Das verstehe ich. Ich habe Phasen, wo ich total pleite bin. Da sind dann all meine Konten gesperrt, und selbst 8,50 Euro sind dann für mich viel Geld. Ich weiß halt, es kommen wieder Phasen, da wird’s besser. Hoffentlich. Nur dieser Mensch, der mir ein E-Mail schrieb, hat offensichtlich Internet. Da kann er sich eh einiges anhören, ich biete auch immer wieder <a href="http://claraluzia.com/music.html" title="musik von clara luzia">Lieder gratis</a> an. Das mag jetzt zynisch klingen, dass er sich etwas anderes anhören soll. Aber ich kann jetzt auch nicht für die Verteilungsungerechtigkeit der Welt büßen. Das kann jetzt nicht die Lösung sein.</p> <p> </p> <p><strong>Zur Person:</strong></p> <p><strong>Clara Luzia,</strong> 33, heißt eigentlich Clara Luzia Maria Humpel. Sie wuchs in Oberretzbach (Niederösterreich) auf und übersiedelte zum Studium der Politikwissenschaft nach Wien. 2006 erschien ihr Debütalbum, “Railroad Tracks“, 2008 erhielt Clara Luzia den Amadeus Award als bester FM4-Act. Ihre Platten gibt sie auf ihrem eigenen Label <a href="http://www.asinellarecords.com/" title="asinella">Asinella</a> heraus. Derzeit arbeitet sie an Album Nummer fünf</p> <p><strong>Patryk Kopaczynski,</strong> 27, ist seit 2010 bei der Piratenpartei aktiv. Der gebürtige Wiener hat Multimediadesign und Germanistik studiert und arbeitet als Trainer für Deutsch als Fremdsprache. Die Piratenpartei will zur Nationalratswahl 2013 antreten, Kopaczynski gehört zum fünfköpfigen Führungsteam, er wurde erst am 1. April erneut von den Piraten <a href="http://www.piratenpartei.at/index.php/mm/bmm/ergebnisse-der-bundesgeneralversammlung-2012/" title="wahlergebnis - piraten">in den Bundesvorstand gewählt</a></p> <p> </p> <p><em>Dieses Interview erschien in Falter 18/12. Foto: <a href="http://www.corn.at/" title="corn">Corn</a></em></p>Tue, 08 May 2012 17:29:10 GMThttp://faltr.soup.io/post/252623743/Das-klingt-schon-naivurn:www-soup-io:1:252623743regularuncategorizeddownloadsmusikösterreichpiratenpolitikurheberrechtwahlwirtschaft [faltr] Der Falter empfiehlt... http://t.co/TNb8Pno9 {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/phil_iale/statuses/199898500664786944","body":"Der Falter empfiehlt... \u003Ca href=\"http://t.co/TNb8Pno9\"\u003Ehttp://t.co/TNb8Pno9\u003C/a\u003E"} Der Falter empfiehlt... <a href="http://t.co/TNb8Pno9">http://t.co/TNb8Pno9</a>Tue, 08 May 2012 16:28:11 GMThttp://faltr.soup.io/post/252569479/Der-Falter-empfiehlt-http-t-co-TNb8Pno9urn:www-soup-io:1:252569479regular [faltr] City Stadtzeitung Fuer Wien: http://t.co/RiWnDPqb {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/Violetaedl/statuses/199882337826258944","body":"City Stadtzeitung Fuer Wien: \u003Ca href=\"http://t.co/RiWnDPqb\"\u003Ehttp://t.co/RiWnDPqb\u003C/a\u003E"} City Stadtzeitung Fuer Wien: <a href="http://t.co/RiWnDPqb">http://t.co/RiWnDPqb</a>Tue, 08 May 2012 15:23:57 GMThttp://faltr.soup.io/post/252584081/City-Stadtzeitung-Fuer-Wien-http-t-courn:www-soup-io:1:252584081regular [faltr] der falter in einer riege mit sunday herald und welt am sonntag http://t.co/G... {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/hofaj/statuses/199811920293933056","body":"der falter in einer riege mit sunday herald und welt am sonntag \u003Ca href=\"http://t.co/GQxus60g\"\u003Ehttp://t.co/GQxus60g\u003C/a\u003E #\u003Ca href=\"http://search.twitter.com/search?q=%23enc12\"\u003Eenc12\u003C/a\u003E"} der falter in einer riege mit sunday herald und welt am sonntag <a href="http://t.co/GQxus60g">http://t.co/GQxus60g</a> #<a href="http://search.twitter.com/search?q=%23enc12">enc12</a>Tue, 08 May 2012 10:44:08 GMThttp://faltr.soup.io/post/252569480/der-falter-in-einer-riege-mit-sundayurn:www-soup-io:1:252569480regular [faltr] Was BUWOG Zilk zur gönner- und gouvernantenhaften Patronanz des hohlen Apoll ... {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/chmelar_dieter/statuses/199613454506668032","body":"Was BUWOG Zilk zur g\u00f6nner- und gouvernantenhaften Patronanz des hohlen Apoll der New Econonmy (\u00a9 Armin thurnher) und seiner Schreckschraube?"} Was BUWOG Zilk zur gönner- und gouvernantenhaften Patronanz des hohlen Apoll der New Econonmy (© Armin thurnher) und seiner Schreckschraube?Mon, 07 May 2012 21:35:30 GMThttp://faltr.soup.io/post/252641652/Was-BUWOG-Zilk-zur-g-nner-undurn:www-soup-io:1:252641652regular [faltr] RT @falter_at: Der FALTER und die AK Wien präsentieren das Gespräch von Peter Huemer mit Colin Crouch. {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/Ma_Amikron/statuses/199539403478147072","body":"RT @\u003Ca href=\"http://twitter.com/falter_at\"\u003Efalter_at\u003C/a\u003E: Der FALTER und die AK Wien pr\u00e4sentieren das Gespr\u00e4ch von Peter Huemer mit Colin Crouch. \nDo., den 10.5. um 19 Uhr\n\u003Ca href=\"http://t.co/D0kk31KO\"\u003Ehttp://t.co/D0kk31KO\u003C/a\u003E"} RT @<a href="http://twitter.com/falter_at">falter_at</a>: Der FALTER und die AK Wien präsentieren das Gespräch von Peter Huemer mit Colin Crouch. Do., den 10.5. um 19 Uhr <a href="http://t.co/D0kk31KO">http://t.co/D0kk31KO</a>Mon, 07 May 2012 16:41:15 GMThttp://faltr.soup.io/post/252569482/RT-falter-at-Der-FALTER-und-dieurn:www-soup-io:1:252569482regular [faltr] RT @falter_at: Der FALTER und die AK Wien präsentieren das Gespräch von Peter Huemer mit Colin Crouch. {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/ZukkerWatte/statuses/199481387408031745","body":"RT @\u003Ca href=\"http://twitter.com/falter_at\"\u003Efalter_at\u003C/a\u003E: Der FALTER und die AK Wien pr\u00e4sentieren das Gespr\u00e4ch von Peter Huemer mit Colin Crouch. \nDo., den 10.5. um 19 Uhr\n\u003Ca href=\"http://t.co/D0kk31KO\"\u003Ehttp://t.co/D0kk31KO\u003C/a\u003E"} RT @<a href="http://twitter.com/falter_at">falter_at</a>: Der FALTER und die AK Wien präsentieren das Gespräch von Peter Huemer mit Colin Crouch. Do., den 10.5. um 19 Uhr <a href="http://t.co/D0kk31KO">http://t.co/D0kk31KO</a>Mon, 07 May 2012 12:50:43 GMThttp://faltr.soup.io/post/252569485/RT-falter-at-Der-FALTER-und-dieurn:www-soup-io:1:252569485regular [faltr] RT @falter_at: Der FALTER und die AK Wien präsentieren das Gespräch von Peter Huemer mit Colin Crouch. {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/WernerReisinger/statuses/199475342581313536","body":"RT @\u003Ca href=\"http://twitter.com/falter_at\"\u003Efalter_at\u003C/a\u003E: Der FALTER und die AK Wien pr\u00e4sentieren das Gespr\u00e4ch von Peter Huemer mit Colin Crouch. \nDo., den 10.5. um 19 Uhr\n\u003Ca href=\"http://t.co/D0kk31KO\"\u003Ehttp://t.co/D0kk31KO\u003C/a\u003E"} RT @<a href="http://twitter.com/falter_at">falter_at</a>: Der FALTER und die AK Wien präsentieren das Gespräch von Peter Huemer mit Colin Crouch. 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Do., den 10.5. um 19 Uhr <a href="http://t.co/D0kk31KO">http://t.co/D0kk31KO</a>Mon, 07 May 2012 12:19:13 GMThttp://faltr.soup.io/post/252569491/RT-falter-at-Der-FALTER-und-dieurn:www-soup-io:1:252569491regular [faltr] Der FALTER und die AK Wien präsentieren das Gespräch von Peter Huemer mit Colin Crouch. {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/falter_at/statuses/199470229854760962","body":"Der FALTER und die AK Wien pr\u00e4sentieren das Gespr\u00e4ch von Peter Huemer mit Colin Crouch. \nDo., den 10.5. um 19 Uhr\n\u003Ca href=\"http://t.co/D0kk31KO\"\u003Ehttp://t.co/D0kk31KO\u003C/a\u003E"} Der FALTER und die AK Wien präsentieren das Gespräch von Peter Huemer mit Colin Crouch. Do., den 10.5. um 19 Uhr <a href="http://t.co/D0kk31KO">http://t.co/D0kk31KO</a>Mon, 07 May 2012 12:06:23 GMThttp://faltr.soup.io/post/252569493/Der-FALTER-und-die-AK-Wien-prurn:www-soup-io:1:252569493regular [faltr] 23. Mai: "Kompetenz - Qualität in Information & Unterhaltung" mit ua Armin Th... {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/fatmike182/statuses/199421803351916544","body":"23. Mai: \"Kompetenz - Qualit\u00e4t in Information \u0026amp; Unterhaltung\" mit ua Armin Thurnher, David Schalko, Elisabeth Scharang \u003Ca href=\"http://t.co/5hnAcK2Y\"\u003Ehttp://t.co/5hnAcK2Y\u003C/a\u003E"} 23. Mai: "Kompetenz - Qualität in Information &amp; Unterhaltung" mit ua Armin Thurnher, David Schalko, Elisabeth Scharang <a href="http://t.co/5hnAcK2Y">http://t.co/5hnAcK2Y</a>Mon, 07 May 2012 08:53:57 GMThttp://faltr.soup.io/post/252641653/23-Mai-Kompetenz-Qualit-t-in-Informationurn:www-soup-io:1:252641653regular [faltr] Oh, der Falter am Fenster outet sich als Vogelscheiße. Sieht aber verblüffend... {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/hafumba/statuses/199236012231229440","body":"Oh, der Falter am Fenster outet sich als Vogelschei\u00dfe. Sieht aber verbl\u00fcffend \u00e4hnlich aus."} Oh, der Falter am Fenster outet sich als Vogelscheiße. Sieht aber verblüffend ähnlich aus.Sun, 06 May 2012 20:35:41 GMThttp://faltr.soup.io/post/252052881/Oh-der-Falter-am-Fenster-outet-sichurn:www-soup-io:1:252052881regular [faltr] @florianklenk @RichardSchmitt2 Eher x 10 (was auch nicht toll wär). Aber das ... {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/RichardSchmitt2/statuses/198789230292512769","body":"@\u003Ca href=\"http://twitter.com/florianklenk\"\u003Eflorianklenk\u003C/a\u003E @\u003Ca href=\"http://twitter.com/RichardSchmitt2\"\u003ERichardSchmitt2\u003C/a\u003E Eher x 10 (was auch nicht toll w\u00e4r). Aber das hatte der falter ja sicher auch exklusiv . . . ;)"} @<a href="http://twitter.com/florianklenk">florianklenk</a> @<a href="http://twitter.com/RichardSchmitt2">RichardSchmitt2</a> Eher x 10 (was auch nicht toll wär). Aber das hatte der falter ja sicher auch exklusiv . . . ;)Sat, 05 May 2012 15:00:20 GMThttp://faltr.soup.io/post/251694345/florianklenk-RichardSchmitt2-Eher-x-10-was-auchurn:www-soup-io:1:251694345regular [faltr] @meise3 Ist der Falter fast schwarz od. sieht das auf dem Foto nur so aus? {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/haiku_shelf/statuses/198333951897636865","body":"@\u003Ca href=\"http://twitter.com/meise3\"\u003Emeise3\u003C/a\u003E Ist der Falter fast schwarz od. sieht das auf dem Foto nur so aus?"} @<a href="http://twitter.com/meise3">meise3</a> Ist der Falter fast schwarz od. sieht das auf dem Foto nur so aus?Fri, 04 May 2012 08:51:13 GMThttp://faltr.soup.io/post/251378017/meise3-Ist-der-Falter-fast-schwarz-odurn:www-soup-io:1:251378017regular [faltr] @OrtnerOnline wenn der falter vom staat aufgefangen wird und mir gleichzeitig... {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/florianklenk/statuses/198303833892462593","body":"@\u003Ca href=\"http://twitter.com/OrtnerOnline\"\u003EOrtnerOnline\u003C/a\u003E wenn der falter vom staat aufgefangen wird und mir gleichzeitig 7 mio zahlt, hab ich kein problem 150.000 zur\u00fcckzuzahlen."} @<a href="http://twitter.com/OrtnerOnline">OrtnerOnline</a> wenn der falter vom staat aufgefangen wird und mir gleichzeitig 7 mio zahlt, hab ich kein problem 150.000 zurückzuzahlen.Fri, 04 May 2012 06:51:32 GMThttp://faltr.soup.io/post/251364972/OrtnerOnline-wenn-der-falter-vom-staat-aufgefangenurn:www-soup-io:1:251364972regular [faltr] @florianklenk @falter_at wie glaubwürdig ist der Falter noch wenn an prominen... {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/RealCrazyBird/statuses/198298193178525696","body":"@\u003Ca href=\"http://twitter.com/florianklenk\"\u003Eflorianklenk\u003C/a\u003E @\u003Ca href=\"http://twitter.com/falter_at\"\u003Efalter_at\u003C/a\u003E wie glaubw\u00fcrdig ist der Falter noch wenn an prominenter Stelle im Heft #\u003Ca href=\"http://search.twitter.com/search?q=%23novomatic\"\u003Enovomatic\u003C/a\u003E werben darf?"} @<a href="http://twitter.com/florianklenk">florianklenk</a> @<a href="http://twitter.com/falter_at">falter_at</a> wie glaubwürdig ist der Falter noch wenn an prominenter Stelle im Heft #<a href="http://search.twitter.com/search?q=%23novomatic">novomatic</a> werben darf?Fri, 04 May 2012 06:29:08 GMThttp://faltr.soup.io/post/251364974/florianklenk-falter-at-wie-glaubw-rdig-isturn:www-soup-io:1:251364974regular [faltr] RT @Matthias_Cremer: @florianklenk @sabinebuerger @floriangossy @falter_at de... {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/msulzbacher/statuses/198282286570016768","body":"RT @\u003Ca href=\"http://twitter.com/Matthias_Cremer\"\u003EMatthias_Cremer\u003C/a\u003E: @\u003Ca href=\"http://twitter.com/florianklenk\"\u003Eflorianklenk\u003C/a\u003E @\u003Ca href=\"http://twitter.com/sabinebuerger\"\u003Esabinebuerger\u003C/a\u003E @\u003Ca href=\"http://twitter.com/floriangossy\"\u003Efloriangossy\u003C/a\u003E @\u003Ca href=\"http://twitter.com/falter_at\"\u003Efalter_at\u003C/a\u003E der falter, die circe mit den waffen der ironie. Danke. Ich will kein Meerschwein sein"} RT @<a href="http://twitter.com/Matthias_Cremer">Matthias_Cremer</a>: @<a href="http://twitter.com/florianklenk">florianklenk</a> @<a href="http://twitter.com/sabinebuerger">sabinebuerger</a> @<a href="http://twitter.com/floriangossy">floriangossy</a> @<a href="http://twitter.com/falter_at">falter_at</a> der falter, die circe mit den waffen der ironie. Danke. Ich will kein Meerschwein seinFri, 04 May 2012 05:25:55 GMThttp://faltr.soup.io/post/251344991/RT-Matthias-Cremer-florianklenk-sabinebuerger-floriangossy-falterurn:www-soup-io:1:251344991regular [faltr] @florianklenk @sabinebuerger @floriangossy @falter_at der falter, die circe m... {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/Matthias_Cremer/statuses/198280318703247360","body":"@\u003Ca href=\"http://twitter.com/florianklenk\"\u003Eflorianklenk\u003C/a\u003E @\u003Ca href=\"http://twitter.com/sabinebuerger\"\u003Esabinebuerger\u003C/a\u003E @\u003Ca href=\"http://twitter.com/floriangossy\"\u003Efloriangossy\u003C/a\u003E @\u003Ca href=\"http://twitter.com/falter_at\"\u003Efalter_at\u003C/a\u003E der falter, die circe mit den waffen der ironie. Danke. Ich will kein Meerschwein sein"} @<a href="http://twitter.com/florianklenk">florianklenk</a> @<a href="http://twitter.com/sabinebuerger">sabinebuerger</a> @<a href="http://twitter.com/floriangossy">floriangossy</a> @<a href="http://twitter.com/falter_at">falter_at</a> der falter, die circe mit den waffen der ironie. Danke. Ich will kein Meerschwein seinFri, 04 May 2012 05:18:06 GMThttp://faltr.soup.io/post/251344992/florianklenk-sabinebuerger-floriangossy-falter-at-der-falterurn:www-soup-io:1:251344992regular [faltr] @barbaratoth lol. deshalb war der falter in meiner trafik schon ausverkauft. ... {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/axelbeer/statuses/198027727100579840","body":"@\u003Ca href=\"http://twitter.com/barbaratoth\"\u003Ebarbaratoth\u003C/a\u003E lol. deshalb war der falter in meiner trafik schon ausverkauft. und das ganz ohne nackedei :) machs nach, profil!"} @<a href="http://twitter.com/barbaratoth">barbaratoth</a> lol. deshalb war der falter in meiner trafik schon ausverkauft. und das ganz ohne nackedei :) machs nach, profil!Thu, 03 May 2012 12:34:23 GMThttp://faltr.soup.io/post/251276950/barbaratoth-lol-deshalb-war-der-falter-inurn:www-soup-io:1:251276950regular [faltr] RT @highlyoverrated: (für juristische Laien z.B. Armin Thurnher + Christian R... {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/atrawog/statuses/197614023250939904","body":"RT @\u003Ca href=\"http://twitter.com/highlyoverrated\"\u003Ehighlyoverrated\u003C/a\u003E: (f\u00fcr juristische Laien z.B. Armin Thurnher + Christian Rainer) Sechs banale Anmerkungen zum Urheberrecht \u003Ca href=\"http://t.co/ZB7AJZ1D\"\u003Ehttp://t.co/ZB7AJZ1D\u003C/a\u003E"} RT @<a href="http://twitter.com/highlyoverrated">highlyoverrated</a>: (für juristische Laien z.B. Armin Thurnher + Christian Rainer) Sechs banale Anmerkungen zum Urheberrecht <a href="http://t.co/ZB7AJZ1D">http://t.co/ZB7AJZ1D</a>Wed, 02 May 2012 09:10:29 GMThttp://faltr.soup.io/post/251023410/RT-highlyoverrated-f-r-juristische-Laien-zurn:www-soup-io:1:251023410regular [faltr] (für juristische Laien z.B. 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Armin Thurnher + Christian Rainer) Sechs banale Anmerkungen zum Urheberrecht <a href="http://t.co/ZB7AJZ1D">http://t.co/ZB7AJZ1D</a>Wed, 02 May 2012 08:21:50 GMThttp://faltr.soup.io/post/251023412/f-r-juristische-Laien-z-B-Arminurn:www-soup-io:1:251023412regular [faltr] RT @rokory: Armin Thurnher im heutigen Falter über den Landesparteitag der Wi... {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/RudolfLegat/statuses/197601457682395137","body":"RT @\u003Ca href=\"http://twitter.com/rokory\"\u003Erokory\u003C/a\u003E: Armin Thurnher im heutigen Falter \u00fcber den Landesparteitag der Wiener SP\u00d6. \u003Ca href=\"http://t.co/EtAMnLZp\"\u003Ehttp://t.co/EtAMnLZp\u003C/a\u003E"} RT @<a href="http://twitter.com/rokory">rokory</a>: Armin Thurnher im heutigen Falter über den Landesparteitag der Wiener SPÖ. <a href="http://t.co/EtAMnLZp">http://t.co/EtAMnLZp</a>Wed, 02 May 2012 08:20:33 GMThttp://faltr.soup.io/post/251023415/RT-rokory-Armin-Thurnher-im-heutigen-Falterurn:www-soup-io:1:251023415regular [faltr] RT @PiratenOE -Wollt ihr das totale Netz? fragt der Falter #PPÖ http://t.co/... {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/Piraten_ppoe/statuses/197595511874785282","body":"RT @\u003Ca href=\"http://twitter.com/PiratenOE\"\u003EPiratenOE\u003C/a\u003E -Wollt ihr das totale Netz? fragt der Falter #\u003Ca href=\"http://search.twitter.com/search?q=%23PP\u00d6\"\u003EPP\u00d6\u003C/a\u003E \u003Ca href=\"http://t.co/PHGjFVCm\"\u003Ehttp://t.co/PHGjFVCm\u003C/a\u003E \u003Ca href=\"http://t.co/d7ym0EMs\"\u003Ehttp://t.co/d7ym0EMs\u003C/a\u003E"} RT @<a href="http://twitter.com/PiratenOE">PiratenOE</a> -Wollt ihr das totale Netz? fragt der Falter #<a href="http://search.twitter.com/search?q=%23PPÖ">PPÖ</a> <a href="http://t.co/PHGjFVCm">http://t.co/PHGjFVCm</a> <a href="http://t.co/d7ym0EMs">http://t.co/d7ym0EMs</a>Wed, 02 May 2012 07:56:55 GMThttp://faltr.soup.io/post/251061200/RT-PiratenOE-Wollt-ihr-das-totale-Netzurn:www-soup-io:1:251061200regular [faltr] RT @rokory: Armin Thurnher im heutigen Falter über den Landesparteitag der Wi... {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/BVMargareten/statuses/197595002493353984","body":"RT @\u003Ca href=\"http://twitter.com/rokory\"\u003Erokory\u003C/a\u003E: Armin Thurnher im heutigen Falter \u00fcber den Landesparteitag der Wiener SP\u00d6. \u003Ca href=\"http://t.co/EtAMnLZp\"\u003Ehttp://t.co/EtAMnLZp\u003C/a\u003E"} RT @<a href="http://twitter.com/rokory">rokory</a>: Armin Thurnher im heutigen Falter über den Landesparteitag der Wiener SPÖ. <a href="http://t.co/EtAMnLZp">http://t.co/EtAMnLZp</a>Wed, 02 May 2012 07:54:54 GMThttp://faltr.soup.io/post/251023417/RT-rokory-Armin-Thurnher-im-heutigen-Falterurn:www-soup-io:1:251023417regular [faltr] “Das jagt vielen Journalisten Angst ein“ {"tags":["Uncategorized","EU","journalismus","medien","neue medien","tageszeitung","usa","zeitung"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://brodnig.org/2012/05/02/das-jagt-vielen-journalisten-angst-ein/\"\u003E\u201cDas jagt vielen Journalisten Angst ein\u201c\u003C/a\u003E","source":"http://brodnig.org/2012/05/02/das-jagt-vielen-journalisten-angst-ein/","body":"\u003Cp\u003E\u003Cimg title=\"guardian-digital-first\" class=\"alignleft wp-image-1766\" src=\"http://brodnig.org/wp-content/uploads/2012/05/guardian-digital-first.jpg\" height=\"557\" alt=\"\" width=\"283\" /\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EMan muss mit dem Leser auf Augenh\u00f6he kommunizieren, meint Chris Moran vom\u00a0Guardian. Er erkl\u00e4rt das Konzept des radikal offenen Journalismus\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u00a0\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EDer\u00a0Guardian\u00a0will eine Weltmacht im Internet werden. Die britische Traditionszeitung setzt dabei auf Transparenz, spricht von einem \u201coffenen Journalismus\u201c. Wie dadurch die Berichterstattung besser werden soll und wie der\u00a0Guardian\u00a0sich seine Zukunft vorstellt, erkl\u00e4rt Digitalexperte Chris Moran.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u00a0\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EFalter: Herr Moran, der\u00a0Guardian\u00a0glaubt an eine neue Form des Journalismus, den \u201coffenen Journalismus\u201c. Was ist denn das?\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EChris Moran: Unser Bekenntnis lautet: Was unsere Leser liefern, finden wir gleich wichtig wie das, was wir ihnen liefern. Wenn man ein gro\u00dfes, loyales Publikum hat, findet man darin unausweichlich Experten zu jedem Bereich, \u00fcber den man berichtet. Journalisten k\u00f6nnen nicht immer sofort \u00fcber alles Bescheid wissen. Gerade in einem digitalen Zeitalter, wo alles in Echtzeit passiert, wo man immer schneller berichten muss, soll man das aufzeigen.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EHaben Sie ein Beispiel?\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EMoran: Ja, manchmal machen die Leser unseren Job leichter. Wir hatten einen riesigen Spesenskandal in Gro\u00dfbritannien, unser Konkurrenzblatt The Telegraph deckte auf, dass Abgeordnete Spesen f\u00fcr private Zwecke verrechneten. Das war der Scoop des Jahres. Der Staat hat daraufhin eine riesige Datensammlung mit allen Parlamentsspesen ver\u00f6ffentlicht. Mehr als 400.000 Rechnungen. Nur wie verarbeitet man das journalistisch?\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ESie haben Ihre Leser \u003Ca href=\"http://mps-expenses2.guardian.co.uk/\" title=\"mps expenses beim guardian\"\u003Edurch die Akten st\u00f6bern\u003C/a\u003E und Hinweise geben lassen, wo ungew\u00f6hnliche Rechnungen ausgestellt wurden.\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EMoran: Genau. Immer \u00f6fter sind wir mit riesigen Datenbergen konfrontiert, da k\u00f6nnen uns Leser das Leben erleichtern. Diese Spesendatenbank war wie eine Schatztruhe, in der die Leser nach interessanter Information suchen sollten. Ein gutes Beispiel f\u00fcr die Weisheit der Masse. Mehr als 32.000 Leser haben mitgemacht. Die gesamte Datenbank wurde zwar nicht durchforstet, aber immerhin eine Viertelmillion Dokumente. Das hat zu mehreren Artikeln im\u00a0Guardian\u00a0gef\u00fchrt.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EAuch ein Polizeiskandal wurde erst mithilfe der Leser aufgedeckt.\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003C/p\u003E\u003Cdiv class=\"simplePullQuote\"\u003EDie Polizei hat die \u00d6ffentlichkeit in die Irre gef\u00fchrt\u003C/div\u003EMoran: Genau, der Tod von Ian Tomlinson. Tomlinson war ein Zeitungsverk\u00e4ufer, der 2009 auf seinem Heimweg in die Proteste gegen den G20-Gipfel in London kam. Laut Polizei starb er an einem Herzinfarkt, die Polizisten h\u00e4tten ihm helfen wollen, seien aber mit Steinen und Flaschen beworfen worden. Unser Journalist Paul Lewis war kurz zuvor Twitter beigetreten und fing an, dort Fragen zu stellen. Er versammelte jene Leute, die an den Protesten teilgenommen hatten und erarbeitete eine Zeitleiste von den letzten Minuten in Tomlinsons Leben. Dann kam der entscheidende Hinweis: Ein amerikanischer B\u00f6rsenmakler hatte die \u003Ca href=\"http://www.guardian.co.uk/uk/2009/apr/07/ian-tomlinson-g20-death-video\" title=\"video auf guardian-seite\"\u003ESzene gefilmt\u003C/a\u003E, in der Tomlinson von einem Polizisten grundlos attackiert wurde, wenige Minute bevor er an einem Herzinfarkt starb. Auch sah man, dass die Demonstranten keine Steine geworfen hatten. Um es freundlich zu sagen: Die Polizei hat die \u00d6ffentlichkeit in die Irre gef\u00fchrt.\u003Cspan\u003E\u003C/span\u003E\u003Cp\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EWar Twitter f\u00fcr den Fall so wichtig? Auch fr\u00fcher erhielten Journalisten Tipps von Augenzeugen.\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EMoran: Ja, nur wie kommuniziert man, dass man nach Hinweisen sucht? Fragen Sie auf Ihrem Titelblatt: \u201cHat jemand etwas gesehen\u201c\u201a Twitter eignet sich da besser. Die Leute haben Paul retweetet, sein Anliegen verbreitet. Das ist der Twitter-Effekt: So eine Nachricht zieht Kreise, \u00e4hnlich einem Stein, den man in einen Teich wirft. Und irgendwann hat sie dann den B\u00f6rsenmakler in den USA erreicht.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ENicht all Ihre Versuche gehen so wunderbar auf. Neuerdings geben Sie jeden Morgen bekannt, wor\u00fcber Sie tags darauf berichten werden. Das ist in einer Onlinetabelle nachlesbar. Doch nur wenige Leser gehen darauf ein oder helfen mit Hinweisen.\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EMoran: Diese Tabelle ist ein Experiment. Wir haben dieses Google-Dokument schon fr\u00fcher redaktionsintern verwendet und es dann auch online gestellt. Wobei wir wirkliche Kn\u00fcller nat\u00fcrlich nicht vorab bekanntgeben. Es stimmt, dass die Beteiligung der Leser nicht rasend ist, aber wir probieren solche Dinge gerne aus. Wir glauben nun einmal an Transparenz und lernen aus solchen Versuchen. Vermutlich kann man die Leser besser einbinden, wenn man ihnen eine gezielte Frage stellt, und nicht sagt: \u201cHier ist unser morgiges Blatt, was sagt ihr dazu?\u201c In Blogs wie Reality Check gehen wir gezielt einzelnen Fragen nach, dort sind die Leser-Postings bereits gleich wichtig wie die Beitr\u00e4ge der Journalisten.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EWie funktioniert denn das?\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EMoran: Reality Check wird von Polly Curtis verfasst. Jeden Morgen sucht sie eine spannende Geschichte, die man n\u00e4her beleuchten k\u00f6nnte. Das Youtube-Video \u201cKony 2012\u201c (Anm.: \u00fcber den afrikanischen Warlord Joseph Kony) war ein gutes Beispiel daf\u00fcr. Es vereinte interessante Aspekte, soziale Medien, Wohlt\u00e4tigkeit und die Probleme Afrikas. Es gab aber auch Kritik daran, und man wusste nicht, ob man es gut finden soll oder nicht. Also fragte Polly: \u201c\u003Ca href=\"http://www.guardian.co.uk/politics/reality-check-with-polly-curtis/2012/mar/08/kony-2012-what-s-the-story\" title=\"kony auf reality check\"\u003EKony 2012, was steckt dahinter?\u003C/a\u003E\u201c Das hat unglaublich gut funktioniert, \u00fcber Google haben wir ganz neue Lesergruppen angezogen. Gemeinsam mit den Lesern ging Polly dann dieser Frage nach. Sie bloggt alle paar Minuten und zieht Leserreaktionen ma\u00dfgeblich dabei ein.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EBei dem Blogeintrag zu Kony steuerten Leser spannende Quellen bei oder brachten ihr eigenes Wissen \u00fcber Afrika ein. Wie ver\u00e4ndert sich die Rolle des Journalisten im 21. Jahrhundert?\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003C/p\u003E\u003Cdiv class=\"simplePullQuote\"\u003E\u00a0Der Journalist ist jemand, der zuh\u00f6rt. Wir h\u00f6ren Leute, die fr\u00fcher stumm schienen\u003C/div\u003EMoran: Der Journalist ist jemand, der zuh\u00f6rt. Und zwar nicht nur den Interviewpartnern oder Presseleuten. Wir h\u00f6ren Leute, die fr\u00fcher stumm schienen. Das mag simpel klingen, ist es aber nicht, weil das vielen Journalisten Angst einjagt. Oft schimpft jemand oder ist w\u00fctend auf sie. Manche User sind aggressiv, andere sind einfach nur Trolle. Deswegen ist es f\u00fcr Journalisten anfangs so furchteinfl\u00f6\u00dfend, sich diesem L\u00e4rm auszusetzen und jene Stimmen herauszufiltern, die einem bei der Arbeit wirklich weiterhelfen.\u003Cp\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EDer\u00a0Guardian\u00a0achtet sehr auf die Qualit\u00e4t seiner Onlinepostings. Wie verhindert man Untergriffe?\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EMoran: Da gibt es etliche M\u00f6glichkeiten, wir haben eigene Moderatoren- und Communityteams. Einen wesentlichen Unterschied macht aber oft, ob der Autor selbst auf Kommentare antwortet. Genauso wie wir unsere Leser als Menschen wahrnehmen m\u00fcssen, m\u00fcssen auch unsere Leser erkennen, dass es sich bei uns um Menschen handelt. Oft schreibt man einen Text und schon fallen sie \u00fcber einen her. Wenn man auf Kommentare antwortet und eingeht, dann sehen sie pl\u00f6tzlich: Du bist auch ein Mensch.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ESie sind jetzt schon seit 1999 in der der Onlineredaktion des\u00a0Guardian. Wie hat sich diese seit damals ver\u00e4ndert?\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EMoran: Gewaltig. Allein die geografische Ver\u00e4nderung war beeindruckend. Zuerst sa\u00dfen Online und Print nicht im gleichen Geb\u00e4ude. Dann waren wir im gleichen Haus, aber in einem anderen Stock. Und vor vier Jahren wurde beides zusammengelegt, jetzt sitzen wir alle nebeneinander.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EWie viele Leute arbeiten in der Onlineredaktion?\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EMoran: Als ich anfing, waren es wohl so 50 Leute. Heute wird da nicht mehr unterschieden. Das gesamte Personal des\u00a0Guardian\u00a0ist digital.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EIhr Chefredakteur Alan Rusbridger sagt: digital first. Er ist wohl einer der radikalsten Vordenker, was den Journalismus im digitalen Zeitalter betrifft.\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EMoran: Ja, er stand dem digitalen Wandel stets offen gegen\u00fcber und hat das Wachstum von\u00a0guardian.co.uk geschickt beobachtet und die richtigen Weichenstellungen gesetzt. Falls es heute noch einen Redakteur bei uns gibt, der nicht \u00fcber das Digitale nachdenkt, w\u00e4re das wohl ein Problem.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EEinfach gesagt: Der\u00a0Guardian\u00a0will eine digitale Weltmarke werden.\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EMoran: Stimmt. Wir haben erst neulich ein B\u00fcro in Amerika er\u00f6ffnet, wir wollen unsere Bedeutung am Markt ausdehnen. Die Berichte \u00fcber Wikileaks haben uns viel amerikanische Aufmerksamkeit beschert, als englische Mitte-links-Zeitung hatten wir aber auch schon zuvor viele amerikanische Leser, die unseren anderer Blickwinkel sch\u00e4tzen. Das wollen wir ausn\u00fctzen. Wenn man digital richtig agiert, hinterl\u00e4sst man hoffentlich weltweit seine Spuren.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ENur, wann rechnet sich das finanziell?\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003C/p\u003E\u003Cdiv class=\"simplePullQuote\"\u003EIm Moment denken wir \u00fcber keine Paywall nach\u003C/div\u003EMoran: Das ist die gro\u00dfe Frage, die jeder gerne beantworten w\u00fcrde: Wann und wie rechnet sich das? Unsere Vorstellung von offenem Journalismus inkludiert, dass wir im Moment \u00fcber keine Paywall nachdenken. Wir wollen an einer internationalen digitalen Debatte teilnehmen und uns nicht selbst von dieser abkapseln. Also schauen wir uns andere Dinge an: das iPad, Applikationen, Handy-Apps, Kindle. Das ist nicht mein Aufgabenbereich, aber ich glaube, am ehesten funktioniert wohl ein Mix mehrerer digitaler Einnahmequellen.\u003Cp\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ESie wollen sich also nicht hinter Bezahlschranken wie der Paywall verstecken. Die New York Times hingegen hat einen anderen Zugang. Wer mehr als 20 Artikel im Monat online lesen will, muss zahlen.\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EMoran: Ein interessanter Versuch, aber ob es wirklich ein Erfolg wird, werden wir erst sehen. Vielleicht funktioniert so etwas nur f\u00fcr einzelne Unternehmen mit bestimmten Grundvoraussetzungen. Ob man das auf die eigene Zeitung umlegen kann, ist unklar. Wir haben da eben unterschiedliche Zug\u00e4nge.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EUnd in der Zwischenzeit verbrennt der\u00a0Guardian\u00a0Geld. Allein im letzten Gesch\u00e4ftsjahr verloren Sie 47 Millionen Euro. Selbst der\u00a0Guardian\u00a0kann sich das nicht auf alle Ewigkeit leisten.\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EMoran: Ich bin in keiner Weise f\u00fcr das Finanzielle zust\u00e4ndig. Wir haben aber durchaus eine realistische Sicht der Dinge, und Einsparungen werden gemacht. Ich glaube, wir gehen verantwortungsbewusst um \u2013 es ist aber nicht meine Aufgabe, hierzu Stellung zu nehmen.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EOkay, dann lassen Sie mich die Frage anders stellen: Die Idee ist also, jetzt investieren und zur Weltmarke wachsen, bis hoffentlich die Werbeeinnahmen gro\u00df genug sind?\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EMoran: Das ist ein Element des Ganzen, wenn man den amerikanischen Markt ansieht, scheint das durchaus sinnvoll. Aber das ist nicht das Einzige: Das iPad, der Kindle, all das sind f\u00fcr uns interessante Ger\u00e4te, um unseren wertvollen Inhalt Menschen zu geben und Geld daf\u00fcr zu verlangen. Wir sind ein Unternehmen, das viel ausprobiert. Es gibt eine Vielzahl von M\u00f6glichkeiten, mit seinem Leser in Kontakt zu treten.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u00a0\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EVideo zum Tod von Ian Tomlinson:\u003Cbr /\u003E\n\u003Cbr /\u003E\nZur Person:\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003E\u003Ca href=\"http://brodnig.org/wp-content/uploads/2012/05/chris-moran.jpg\"\u003E\u003Cimg title=\"chris-moran\" class=\"alignleft wp-image-1768\" src=\"http://brodnig.org/wp-content/uploads/2012/05/chris-moran.jpg\" height=\"106\" alt=\"\" width=\"110\" /\u003E\u003C/a\u003E\u003Ca href=\"http://twitter.com/#!/chrismoranuk\" title=\"moran auf twitter\"\u003EChris Moran\u003C/a\u003E\u003C/strong\u003E, 39, arbeitet seit 1999 in der Onlineredaktion des\u00a0Guardian. Seine genaue Postenbeschreibung lautet \u201cSEO Editor\u201c, was f\u00fcr Search Engine Optimization Editor steht. Morans Aufgabe ist unter anderem, m\u00f6glichst viele Internetuser auf die Seite\u00a0guardian.co.uk zu locken, sei es \u00fcber Google, Facebook oder Twitter. Moran hielt vergangene Woche auf Einladung des Forum Journalismus und Medien (\u003Ca href=\"http://www.fjum-wien.at/\" title=\"fjum\"\u003EFJUM\u003C/a\u003E) und des \u003Ca href=\"http://derstandard.at/1331207355363/Public-Lecture-Chris-Moran-Interessante-oder-nuetzliche-Schlagzeilen-sind-tot\" title=\"moran im web-standard\"\u003EOnline-Standard\u003C/a\u003E einen \u003Ca href=\"http://www.fjum-wien.at/wp/2012/03/14/nachlese-chris-moran-uber-open-journalism/\" title=\"vortrag f\u00fcr fjum\"\u003EVortrag in Wien\u003C/a\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u00a0\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u00a0\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u00a0\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EDieses Interview erschien im \u003Ca href=\"http://www.falter.at/\" title=\"falter\"\u003EFalter\u003C/a\u003E (Ausgabe 12/12). Illustration: \u003Ca href=\"http://www.pmhoffmann.de/\" title=\"pm hoffmann online\"\u003EPM Hoffmann\u003C/a\u003E / Foto: \u003Ca href=\"http://www.henisch.at/\" title=\"walter henisch online\"\u003EWalter Henisch\u003C/a\u003E\u003C/p\u003E"} <p><img class="alignleft wp-image-1766" title="guardian-digital-first" src="http://brodnig.org/wp-content/uploads/2012/05/guardian-digital-first.jpg" height="557" alt="" width="283" /></p> <p><strong>Man muss mit dem Leser auf Augenhöhe kommunizieren, meint Chris Moran vom Guardian. Er erklärt das Konzept des radikal offenen Journalismus</strong></p> <p> </p> <p>Der Guardian will eine Weltmacht im Internet werden. Die britische Traditionszeitung setzt dabei auf Transparenz, spricht von einem “offenen Journalismus“. Wie dadurch die Berichterstattung besser werden soll und wie der Guardian sich seine Zukunft vorstellt, erklärt Digitalexperte Chris Moran.</p> <p> </p> <p><strong>Falter: Herr Moran, der Guardian glaubt an eine neue Form des Journalismus, den “offenen Journalismus“. Was ist denn das?</strong></p> <p>Chris Moran: Unser Bekenntnis lautet: Was unsere Leser liefern, finden wir gleich wichtig wie das, was wir ihnen liefern. Wenn man ein großes, loyales Publikum hat, findet man darin unausweichlich Experten zu jedem Bereich, über den man berichtet. Journalisten können nicht immer sofort über alles Bescheid wissen. Gerade in einem digitalen Zeitalter, wo alles in Echtzeit passiert, wo man immer schneller berichten muss, soll man das aufzeigen.</p> <p><strong>Haben Sie ein Beispiel?</strong></p> <p>Moran: Ja, manchmal machen die Leser unseren Job leichter. Wir hatten einen riesigen Spesenskandal in Großbritannien, unser Konkurrenzblatt The Telegraph deckte auf, dass Abgeordnete Spesen für private Zwecke verrechneten. Das war der Scoop des Jahres. Der Staat hat daraufhin eine riesige Datensammlung mit allen Parlamentsspesen veröffentlicht. Mehr als 400.000 Rechnungen. Nur wie verarbeitet man das journalistisch?</p> <p><strong>Sie haben Ihre Leser <a href="http://mps-expenses2.guardian.co.uk/" title="mps expenses beim guardian">durch die Akten stöbern</a> und Hinweise geben lassen, wo ungewöhnliche Rechnungen ausgestellt wurden.</strong></p> <p>Moran: Genau. Immer öfter sind wir mit riesigen Datenbergen konfrontiert, da können uns Leser das Leben erleichtern. Diese Spesendatenbank war wie eine Schatztruhe, in der die Leser nach interessanter Information suchen sollten. Ein gutes Beispiel für die Weisheit der Masse. Mehr als 32.000 Leser haben mitgemacht. Die gesamte Datenbank wurde zwar nicht durchforstet, aber immerhin eine Viertelmillion Dokumente. Das hat zu mehreren Artikeln im Guardian geführt.</p> <p><strong>Auch ein Polizeiskandal wurde erst mithilfe der Leser aufgedeckt.</strong></p> <p></p><div class="simplePullQuote">Die Polizei hat die Öffentlichkeit in die Irre geführt</div>Moran: Genau, der Tod von Ian Tomlinson. Tomlinson war ein Zeitungsverkäufer, der 2009 auf seinem Heimweg in die Proteste gegen den G20-Gipfel in London kam. Laut Polizei starb er an einem Herzinfarkt, die Polizisten hätten ihm helfen wollen, seien aber mit Steinen und Flaschen beworfen worden. Unser Journalist Paul Lewis war kurz zuvor Twitter beigetreten und fing an, dort Fragen zu stellen. Er versammelte jene Leute, die an den Protesten teilgenommen hatten und erarbeitete eine Zeitleiste von den letzten Minuten in Tomlinsons Leben. Dann kam der entscheidende Hinweis: Ein amerikanischer Börsenmakler hatte die <a href="http://www.guardian.co.uk/uk/2009/apr/07/ian-tomlinson-g20-death-video" title="video auf guardian-seite">Szene gefilmt</a>, in der Tomlinson von einem Polizisten grundlos attackiert wurde, wenige Minute bevor er an einem Herzinfarkt starb. Auch sah man, dass die Demonstranten keine Steine geworfen hatten. Um es freundlich zu sagen: Die Polizei hat die Öffentlichkeit in die Irre geführt.<span></span><p></p> <p><strong>War Twitter für den Fall so wichtig? Auch früher erhielten Journalisten Tipps von Augenzeugen.</strong></p> <p>Moran: Ja, nur wie kommuniziert man, dass man nach Hinweisen sucht? Fragen Sie auf Ihrem Titelblatt: “Hat jemand etwas gesehen“‚ Twitter eignet sich da besser. Die Leute haben Paul retweetet, sein Anliegen verbreitet. Das ist der Twitter-Effekt: So eine Nachricht zieht Kreise, ähnlich einem Stein, den man in einen Teich wirft. Und irgendwann hat sie dann den Börsenmakler in den USA erreicht.</p> <p><strong>Nicht all Ihre Versuche gehen so wunderbar auf. Neuerdings geben Sie jeden Morgen bekannt, worüber Sie tags darauf berichten werden. Das ist in einer Onlinetabelle nachlesbar. Doch nur wenige Leser gehen darauf ein oder helfen mit Hinweisen.</strong></p> <p>Moran: Diese Tabelle ist ein Experiment. Wir haben dieses Google-Dokument schon früher redaktionsintern verwendet und es dann auch online gestellt. Wobei wir wirkliche Knüller natürlich nicht vorab bekanntgeben. Es stimmt, dass die Beteiligung der Leser nicht rasend ist, aber wir probieren solche Dinge gerne aus. Wir glauben nun einmal an Transparenz und lernen aus solchen Versuchen. Vermutlich kann man die Leser besser einbinden, wenn man ihnen eine gezielte Frage stellt, und nicht sagt: “Hier ist unser morgiges Blatt, was sagt ihr dazu?“ In Blogs wie Reality Check gehen wir gezielt einzelnen Fragen nach, dort sind die Leser-Postings bereits gleich wichtig wie die Beiträge der Journalisten.</p> <p><strong>Wie funktioniert denn das?</strong></p> <p>Moran: Reality Check wird von Polly Curtis verfasst. Jeden Morgen sucht sie eine spannende Geschichte, die man näher beleuchten könnte. Das Youtube-Video “Kony 2012“ (Anm.: über den afrikanischen Warlord Joseph Kony) war ein gutes Beispiel dafür. Es vereinte interessante Aspekte, soziale Medien, Wohltätigkeit und die Probleme Afrikas. Es gab aber auch Kritik daran, und man wusste nicht, ob man es gut finden soll oder nicht. Also fragte Polly: “<a href="http://www.guardian.co.uk/politics/reality-check-with-polly-curtis/2012/mar/08/kony-2012-what-s-the-story" title="kony auf reality check">Kony 2012, was steckt dahinter?</a>“ Das hat unglaublich gut funktioniert, über Google haben wir ganz neue Lesergruppen angezogen. Gemeinsam mit den Lesern ging Polly dann dieser Frage nach. Sie bloggt alle paar Minuten und zieht Leserreaktionen maßgeblich dabei ein.</p> <p><strong>Bei dem Blogeintrag zu Kony steuerten Leser spannende Quellen bei oder brachten ihr eigenes Wissen über Afrika ein. Wie verändert sich die Rolle des Journalisten im 21. Jahrhundert?</strong></p> <p></p><div class="simplePullQuote"> Der Journalist ist jemand, der zuhört. Wir hören Leute, die früher stumm schienen</div>Moran: Der Journalist ist jemand, der zuhört. Und zwar nicht nur den Interviewpartnern oder Presseleuten. Wir hören Leute, die früher stumm schienen. Das mag simpel klingen, ist es aber nicht, weil das vielen Journalisten Angst einjagt. Oft schimpft jemand oder ist wütend auf sie. Manche User sind aggressiv, andere sind einfach nur Trolle. Deswegen ist es für Journalisten anfangs so furchteinflößend, sich diesem Lärm auszusetzen und jene Stimmen herauszufiltern, die einem bei der Arbeit wirklich weiterhelfen.<p></p> <p><strong>Der Guardian achtet sehr auf die Qualität seiner Onlinepostings. Wie verhindert man Untergriffe?</strong></p> <p>Moran: Da gibt es etliche Möglichkeiten, wir haben eigene Moderatoren- und Communityteams. Einen wesentlichen Unterschied macht aber oft, ob der Autor selbst auf Kommentare antwortet. Genauso wie wir unsere Leser als Menschen wahrnehmen müssen, müssen auch unsere Leser erkennen, dass es sich bei uns um Menschen handelt. Oft schreibt man einen Text und schon fallen sie über einen her. Wenn man auf Kommentare antwortet und eingeht, dann sehen sie plötzlich: Du bist auch ein Mensch.</p> <p><strong>Sie sind jetzt schon seit 1999 in der der Onlineredaktion des Guardian. Wie hat sich diese seit damals verändert?</strong></p> <p>Moran: Gewaltig. Allein die geografische Veränderung war beeindruckend. Zuerst saßen Online und Print nicht im gleichen Gebäude. Dann waren wir im gleichen Haus, aber in einem anderen Stock. Und vor vier Jahren wurde beides zusammengelegt, jetzt sitzen wir alle nebeneinander.</p> <p><strong>Wie viele Leute arbeiten in der Onlineredaktion?</strong></p> <p>Moran: Als ich anfing, waren es wohl so 50 Leute. Heute wird da nicht mehr unterschieden. Das gesamte Personal des Guardian ist digital.</p> <p><strong>Ihr Chefredakteur Alan Rusbridger sagt: digital first. Er ist wohl einer der radikalsten Vordenker, was den Journalismus im digitalen Zeitalter betrifft.</strong></p> <p>Moran: Ja, er stand dem digitalen Wandel stets offen gegenüber und hat das Wachstum von guardian.co.uk geschickt beobachtet und die richtigen Weichenstellungen gesetzt. Falls es heute noch einen Redakteur bei uns gibt, der nicht über das Digitale nachdenkt, wäre das wohl ein Problem.</p> <p><strong>Einfach gesagt: Der Guardian will eine digitale Weltmarke werden.</strong></p> <p>Moran: Stimmt. Wir haben erst neulich ein Büro in Amerika eröffnet, wir wollen unsere Bedeutung am Markt ausdehnen. Die Berichte über Wikileaks haben uns viel amerikanische Aufmerksamkeit beschert, als englische Mitte-links-Zeitung hatten wir aber auch schon zuvor viele amerikanische Leser, die unseren anderer Blickwinkel schätzen. Das wollen wir ausnützen. Wenn man digital richtig agiert, hinterlässt man hoffentlich weltweit seine Spuren.</p> <p><strong>Nur, wann rechnet sich das finanziell?</strong></p> <p></p><div class="simplePullQuote">Im Moment denken wir über keine Paywall nach</div>Moran: Das ist die große Frage, die jeder gerne beantworten würde: Wann und wie rechnet sich das? Unsere Vorstellung von offenem Journalismus inkludiert, dass wir im Moment über keine Paywall nachdenken. Wir wollen an einer internationalen digitalen Debatte teilnehmen und uns nicht selbst von dieser abkapseln. Also schauen wir uns andere Dinge an: das iPad, Applikationen, Handy-Apps, Kindle. Das ist nicht mein Aufgabenbereich, aber ich glaube, am ehesten funktioniert wohl ein Mix mehrerer digitaler Einnahmequellen.<p></p> <p><strong>Sie wollen sich also nicht hinter Bezahlschranken wie der Paywall verstecken. Die New York Times hingegen hat einen anderen Zugang. Wer mehr als 20 Artikel im Monat online lesen will, muss zahlen.</strong></p> <p>Moran: Ein interessanter Versuch, aber ob es wirklich ein Erfolg wird, werden wir erst sehen. Vielleicht funktioniert so etwas nur für einzelne Unternehmen mit bestimmten Grundvoraussetzungen. Ob man das auf die eigene Zeitung umlegen kann, ist unklar. Wir haben da eben unterschiedliche Zugänge.</p> <p><strong>Und in der Zwischenzeit verbrennt der Guardian Geld. Allein im letzten Geschäftsjahr verloren Sie 47 Millionen Euro. Selbst der Guardian kann sich das nicht auf alle Ewigkeit leisten.</strong></p> <p>Moran: Ich bin in keiner Weise für das Finanzielle zuständig. Wir haben aber durchaus eine realistische Sicht der Dinge, und Einsparungen werden gemacht. Ich glaube, wir gehen verantwortungsbewusst um – es ist aber nicht meine Aufgabe, hierzu Stellung zu nehmen.</p> <p><strong>Okay, dann lassen Sie mich die Frage anders stellen: Die Idee ist also, jetzt investieren und zur Weltmarke wachsen, bis hoffentlich die Werbeeinnahmen groß genug sind?</strong></p> <p>Moran: Das ist ein Element des Ganzen, wenn man den amerikanischen Markt ansieht, scheint das durchaus sinnvoll. Aber das ist nicht das Einzige: Das iPad, der Kindle, all das sind für uns interessante Geräte, um unseren wertvollen Inhalt Menschen zu geben und Geld dafür zu verlangen. Wir sind ein Unternehmen, das viel ausprobiert. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, mit seinem Leser in Kontakt zu treten.</p> <p> </p> <p>Video zum Tod von Ian Tomlinson:<br /> <br /> Zur Person:</p> <p><strong><a href="http://brodnig.org/wp-content/uploads/2012/05/chris-moran.jpg"><img class="alignleft wp-image-1768" title="chris-moran" src="http://brodnig.org/wp-content/uploads/2012/05/chris-moran.jpg" height="106" alt="" width="110" /></a><a href="http://twitter.com/#!/chrismoranuk" title="moran auf twitter">Chris Moran</a></strong>, 39, arbeitet seit 1999 in der Onlineredaktion des Guardian. Seine genaue Postenbeschreibung lautet “SEO Editor“, was für Search Engine Optimization Editor steht. Morans Aufgabe ist unter anderem, möglichst viele Internetuser auf die Seite guardian.co.uk zu locken, sei es über Google, Facebook oder Twitter. Moran hielt vergangene Woche auf Einladung des Forum Journalismus und Medien (<a href="http://www.fjum-wien.at/" title="fjum">FJUM</a>) und des <a href="http://derstandard.at/1331207355363/Public-Lecture-Chris-Moran-Interessante-oder-nuetzliche-Schlagzeilen-sind-tot" title="moran im web-standard">Online-Standard</a> einen <a href="http://www.fjum-wien.at/wp/2012/03/14/nachlese-chris-moran-uber-open-journalism/" title="vortrag für fjum">Vortrag in Wien</a></p> <p> </p> <p> </p> <p> </p> <p>Dieses Interview erschien im <a href="http://www.falter.at/" title="falter">Falter</a> (Ausgabe 12/12). Illustration: <a href="http://www.pmhoffmann.de/" title="pm hoffmann online">PM Hoffmann</a> / Foto: <a href="http://www.henisch.at/" title="walter henisch online">Walter Henisch</a></p>Wed, 02 May 2012 07:07:56 GMThttp://faltr.soup.io/post/251072068/Das-jagt-vielen-Journalisten-Angst-einurn:www-soup-io:1:251072068regularuncategorizedeujournalismusmedienneue medientageszeitungusazeitung [faltr] Wollt ihr das totale Netz? fragt der Falter #PPÖ http://t.co/xQMg45f8 {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/PiratenOE/statuses/197578219912830976","body":"Wollt ihr das totale Netz? fragt der Falter #\u003Ca href=\"http://search.twitter.com/search?q=%23PP\u00d6\"\u003EPP\u00d6\u003C/a\u003E \u003Ca href=\"http://t.co/xQMg45f8\"\u003Ehttp://t.co/xQMg45f8\u003C/a\u003E"} Wollt ihr das totale Netz? fragt der Falter #<a href="http://search.twitter.com/search?q=%23PPÖ">PPÖ</a> <a href="http://t.co/xQMg45f8">http://t.co/xQMg45f8</a>Wed, 02 May 2012 06:48:13 GMThttp://faltr.soup.io/post/251061202/Wollt-ihr-das-totale-Netz-fragt-derurn:www-soup-io:1:251061202regular [faltr] RT @rokory: Armin Thurnher im heutigen Falter über den Landesparteitag der Wi... {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/SiegiLindenmayr/statuses/197554584435163136","body":"RT @\u003Ca href=\"http://twitter.com/rokory\"\u003Erokory\u003C/a\u003E: Armin Thurnher im heutigen Falter \u00fcber den Landesparteitag der Wiener SP\u00d6. \u003Ca href=\"http://t.co/EtAMnLZp\"\u003Ehttp://t.co/EtAMnLZp\u003C/a\u003E"} RT @<a href="http://twitter.com/rokory">rokory</a>: Armin Thurnher im heutigen Falter über den Landesparteitag der Wiener SPÖ. <a href="http://t.co/EtAMnLZp">http://t.co/EtAMnLZp</a>Wed, 02 May 2012 05:14:17 GMThttp://faltr.soup.io/post/251023418/RT-rokory-Armin-Thurnher-im-heutigen-Falterurn:www-soup-io:1:251023418regular [faltr] RT @rokory: Armin Thurnher im heutigen Falter über den Landesparteitag der Wi... {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/weiserjo/statuses/197552631403651072","body":"RT @\u003Ca href=\"http://twitter.com/rokory\"\u003Erokory\u003C/a\u003E: Armin Thurnher im heutigen Falter \u00fcber den Landesparteitag der Wiener SP\u00d6. \u003Ca href=\"http://t.co/EtAMnLZp\"\u003Ehttp://t.co/EtAMnLZp\u003C/a\u003E"} RT @<a href="http://twitter.com/rokory">rokory</a>: Armin Thurnher im heutigen Falter über den Landesparteitag der Wiener SPÖ. <a href="http://t.co/EtAMnLZp">http://t.co/EtAMnLZp</a>Wed, 02 May 2012 05:06:32 GMThttp://faltr.soup.io/post/251023420/RT-rokory-Armin-Thurnher-im-heutigen-Falterurn:www-soup-io:1:251023420regular [faltr] Armin Thurnher im heutigen Falter über den Landesparteitag der Wiener SPÖ. ht... {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/rokory/statuses/197550341057822721","body":"Armin Thurnher im heutigen Falter \u00fcber den Landesparteitag der Wiener SP\u00d6. \u003Ca href=\"http://t.co/EtAMnLZp\"\u003Ehttp://t.co/EtAMnLZp\u003C/a\u003E"} Armin Thurnher im heutigen Falter über den Landesparteitag der Wiener SPÖ. <a href="http://t.co/EtAMnLZp">http://t.co/EtAMnLZp</a>Wed, 02 May 2012 04:57:27 GMThttp://faltr.soup.io/post/251023422/Armin-Thurnher-im-heutigen-Falter-ber-denurn:www-soup-io:1:251023422regular [faltr] City Stadtzeitung Fuer Wien: http://t.co/b1opIEyf {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/Makedafow/statuses/197425951930466304","body":"City Stadtzeitung Fuer Wien: \u003Ca href=\"http://t.co/b1opIEyf\"\u003Ehttp://t.co/b1opIEyf\u003C/a\u003E"} City Stadtzeitung Fuer Wien: <a href="http://t.co/b1opIEyf">http://t.co/b1opIEyf</a>Tue, 01 May 2012 20:43:09 GMThttp://faltr.soup.io/post/250931156/City-Stadtzeitung-Fuer-Wien-http-t-courn:www-soup-io:1:250931156regular [faltr] City Stadtzeitung Fuer Wien: http://t.co/Ht3kis2D {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/Quinnokc/statuses/196838520168513536","body":"City Stadtzeitung Fuer Wien: \u003Ca href=\"http://t.co/Ht3kis2D\"\u003Ehttp://t.co/Ht3kis2D\u003C/a\u003E"} City Stadtzeitung Fuer Wien: <a href="http://t.co/Ht3kis2D">http://t.co/Ht3kis2D</a>Mon, 30 Apr 2012 05:48:54 GMThttp://faltr.soup.io/post/250680730/City-Stadtzeitung-Fuer-Wien-http-t-courn:www-soup-io:1:250680730regular [faltr] RT @falter_at: Der FALTER Befragt die Meerschweinchen: Wollt ihr das Urheberr... {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/isareps/statuses/196602096345288705","body":"RT @\u003Ca href=\"http://twitter.com/falter_at\"\u003Efalter_at\u003C/a\u003E: Der FALTER Befragt die Meerschweinchen: Wollt ihr das Urheberrecht? 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aktueller #<a href="http://search.twitter.com/search?q=%23Falter">Falter</a> #<a href="http://search.twitter.com/search?q=%23Papierliebhaber">Papierliebhaber</a>Thu, 26 Apr 2012 16:36:56 GMThttp://faltr.soup.io/post/249767910/Gibt-es-jemanden-der-den-Kommentar-vonurn:www-soup-io:1:249767910regular [faltr] LOL wie originell RT @friesinger: Armin Thurnher sagt du nur: Wer wird uns ve... {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/lenadoppel/statuses/195539036457271296","body":"LOL wie originell RT @\u003Ca href=\"http://twitter.com/friesinger\"\u003Efriesinger\u003C/a\u003E: Armin Thurnher sagt du nur: Wer wird uns verraten? 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Und ganz gratis: die Piraten!, <a href="http://t.co/VS501GgU">http://t.co/VS501GgU</a>Thu, 26 Apr 2012 15:45:13 GMThttp://faltr.soup.io/post/249767913/LOL-wie-originell-RT-friesinger-Armin-Thurnherurn:www-soup-io:1:249767913regular [faltr] RT @PlieschnigG: für den #Falter ist es wirklich noch eine Überraschung und e... {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/mathiasertl/statuses/195509311789727745","body":"RT @\u003Ca href=\"http://twitter.com/PlieschnigG\"\u003EPlieschnigG\u003C/a\u003E: f\u00fcr den #\u003Ca href=\"http://search.twitter.com/search?q=%23Falter\"\u003EFalter\u003C/a\u003E ist es wirklich noch eine \u00dcberraschung und einen langen Artikel wert, dass F\u00fcnfhaus gentrifiziert wurde? #\u003Ca href=\"http://search.twitter.com/search?q=%23schmunzel\"\u003Eschmunzel\u003C/a\u003E"} RT @<a href="http://twitter.com/PlieschnigG">PlieschnigG</a>: für den #<a href="http://search.twitter.com/search?q=%23Falter">Falter</a> ist es wirklich noch eine Überraschung und einen langen Artikel wert, dass Fünfhaus gentrifiziert wurde? #<a href="http://search.twitter.com/search?q=%23schmunzel">schmunzel</a>Thu, 26 Apr 2012 13:47:06 GMThttp://faltr.soup.io/post/249743822/RT-PlieschnigG-f-r-den-Falter-isturn:www-soup-io:1:249743822regular [faltr] geh wähh. und der falter findets ur cool. @cyber_vassili Geht alle weg! http:... {"tags":[],"type":"regular","title":null,"source":"http://twitter.com/LitChicks/statuses/195435153726779392","body":"geh w\u00e4hh. und der falter findets ur cool. @\u003Ca href=\"http://twitter.com/cyber_vassili\"\u003Ecyber_vassili\u003C/a\u003E Geht alle weg! \u003Ca href=\"http://t.co/1ikNJ6Vx\"\u003Ehttp://t.co/1ikNJ6Vx\u003C/a\u003E #\u003Ca href=\"http://search.twitter.com/search?q=%23wien15\"\u003Ewien15\u003C/a\u003E"} geh wähh. und der falter findets ur cool. @<a href="http://twitter.com/cyber_vassili">cyber_vassili</a> Geht alle weg! <a href="http://t.co/1ikNJ6Vx">http://t.co/1ikNJ6Vx</a> #<a href="http://search.twitter.com/search?q=%23wien15">wien15</a>Thu, 26 Apr 2012 08:52:26 GMThttp://faltr.soup.io/post/249677184/geh-w-hh-und-der-falter-findetsurn:www-soup-io:1:249677184regular